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IFA 2013: Attacke auf das Handgelenk?

MITTELSTANDSVERBUND-Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann: Auf der verzweifelten Suche nach wirklich marktreifen Innovationen zwischen "Schnick und Schnack" starrt die Welt gebannt auf das smarte Handgelenk.

13.09.2013

Berlin, 05.09.2013 — MITTELSTANDSVERBUND-Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann: "Die weltgrößte Messe für Konsumelektronik ist traditionell die wichtigste Plattform für die Vorstellung innovativer Technik, die unser tägliches Leben erleichtern und verschönern soll.

Aktuell drängt sich jedoch der Anschein auf, dass zwar immer noch vieles, was das Herz des Konsumenten hierbei höher schlagen lässt, schneller, brillanter und wohlgeformter daherkommt und die Preise immer noch Spielräume nach unten finden, jedoch die wirklich ins Auge springenden Innovationen, die quasi neue "Erlebnissphären" eröffnen, eher die Ausnahme bleiben. Vorbei scheint die Zeit, in der der Flachbildschirm oder das Smartphone die Kundenwünsche revolutionierten. Ob man mit der von Technikern umjubelten Integration der Geräte und deren Funktionalität die Begeisterung bei den Konsumenten finden wird, bleibt eher abzuwarten.

Ebenso der gebannte Blick der Medien auf die erste Smart-Watch, mit der sich Samsung nach erfolgreicher Eroberung von Hosen- und Jackentaschen nun auch an die Handgelenke der Menschheit heften will, wirft Fragen auf. Werden die Kunden dem Weltmarktführer der Smart-Technologie wirklich einen der letzten Horte von Stil, Individualität und Ästhetik preisgeben?

Liebe Hersteller, Sie machen es damit dem Fachhandel wirklich nicht leicht, solche Produkte dann auch noch mit heißem Herzen in den Städten und Dörfern im Lande an den Mann und erst recht an die Frau zu bringen! Auch zu der mit einem Smart-Phone fernbedienbaren Waschmaschine erschließt sich der Kundennutzen kaum, solange das Aufhängen, Bügeln und Falten der Wäsche nach dem späten Feierabend eines arbeitsreichen Berufstages immer noch mühsam per Hand erledigt werden muss!

Gerade die Kompetenz des mittelständischen Fachhandels und ihrer hochprofessionellen Verbundgruppen bleiben für die Hersteller ein Schatz, der auf dem Altar des Preiskampfes und den Erfordernissen des Multichannel nicht geopfert werden darf. Wachstum in der Branche ist für alle Wertschöpfungsstufen letztlich nur mit wirklichen und nützlichen Innovationen zu schaffen. "Emotionen wecken, Bedarf Decken und Datenspione dabei überlisten" lautet deshalb der Appell an alle klugen Köpfe in den Herstellerunternehmender Konsumelektronik-Branche. Spätestens auf der nächsten IFA 2014 sehen wir uns dann wieder!"

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