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Heimat folgt Bio - Branchenwerkstatt zeigt aktuelle Trends in der Ernährungsbranche

Steigende Rohstoffpreise und gesättigte Märkte stellen die Lebensmittelbranche vor ebensolche Herausforderungen wie die veränderten Lebens- und Ernährungsgewohnheiten der Konsumenten. WestLB und Dr. Wieselhuber Partner GmbH luden zu einer Branchenwerkstatt nach Frankfurt.

08.07.2011

Frankfurt, 30. Juni 2011 — Die deutsche Lebensmittelbranche erlebt derzeit rasante Preiskapriolen auf den Rohstoffmärkten. Allenthalben geraten in den Medien Spekulanten in Verdacht, diese Turbulenzen auszulösen. Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber Partner und der WestLB belegt jedoch, dass erheblich geändertes Nachfrageverhalten in den asiatischen Schwellenländern und die wachsende Konkurrenz der Energiemärkte um die Anbauflächen die zentralen Auslöser sind. Diesen Entwicklungen gilt es mit klaren Produkt-, Kommunikations- und Preisstrategien zu begegnen. Wie die Studie von Dr. Wieselhuber Partner und der WestLB aufzeigt, werden nicht alle Unternehmen auf die Entwicklungen auf den Rohstoff- und Absatzmärkten in entsprechender Art und Weise reagieren können. Zu erwarten sind deshalb erhebliche strukturelle Veränderungen in der Branche.

Zu den Turbulenzen auf den Beschaffungsmärkten gesellen sich für Hersteller und Händler im Nahrungsmittelbereich grundlegende Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten. Große Chancen sieht Dipl. Psychologe und Geschäftsführer des Rheingoldinstitutes Stefan Grünewald jedoch für die Unternehmen, die mit ihren Angeboten nicht nur Grundbedürfnisse befriedigen, sondern etwa der Sehnsucht nach „Sinn und Sinnlichkeit“ der Konsumenten mit ihren Produkten gerecht werden können. Dagegen sieht er den Zenit der Biowelle überschritten. An ihre Stelle trete dagegen ein Angebot, das die Sehnsucht nach Heimat vermittle. Geboten werden dürfe allerdings nicht etwa ein biederer lokaler Bezug, vielmehr wolle sich vor allen Dingen das jüngere Klientel mit seinen Konsumgewohnheiten auch als „kosmopolitisch“ und „weltoffen“ darstellen. Für die Nahrungsmittelbranche empfehle er jedoch, nicht jedem kurzlebigen Trend zu folgen, sondern an der eigenen Authentizität zu arbeiten.

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