Handel im Fokus der EU-Kommission
Die Generaldirektionen Wettbewerb und Binnenmarkt befassen sich mit Untersuchungen des Einzelhandels. Neben grundsätzlichen Fragen geht es auch um die Frage der Preisgestaltung und des Verhältnisses zwischen Handel und Lieferanten.
28.04.2009
Die Generaldirektion Binnenmarkt will einen Bericht über die Beobachtung des Handelsmarktes bis Ende 2009 vorlegen. Die Kommission will den Handel und die verbundenen vor- und nachladenden Märkte für sämtliche Handelsformen einschließlich der vertikal integrierten untersuchen sowie einzelnen Bereichen (Unterhaltungsgüter, Bekleidung, Lebensmittel, Arzneimittel und Elektrogeräte) die sozioökonomischen Eigenschaften bestimmen.
Zur Begleitung dieser Marktbeobachtung hat die Kommission eine Konsultation eröffnet. Mitgliedstaaten und Interessengruppen sind eingeladen, einen Fragebogen bis zum 5. Juni 2009 zu beantworten. Der für die Interessengruppen bestimmte Teil geht detailliert auf die Vertragsverhältnisse in der Vertriebskette ein. Sie schließt Fragen zur Etablierung eines Outlets, zu Franchisesystemen aber auch zu arbeits- und sozialrechtlichen Fragen nicht aus. Entscheidend sind jedoch die Verkaufskonditionen. Die Kommission verweist auch in ihrer Veröffentlichung bereits auf die Mitteilung zu Lebensmittelpreisen in Europa.
Die Konsultation ist hier abrufbar.
Die Generaldirektion Wettbewerb geht der Frage nach der Konzentration im Lebensmittelbereich nach. Sie untersucht die Struktur der Vertriebsketten, interessiert sich für die Differenz zwischen Hersteller- und Verbraucherpreisen, die Diversität oder Uniformität des Einzelhandels und legt den Schwerpunkt auf die Einkaufspraktiken der Lebensmittelketten, insbesondere der internationalen buying alliances, die im Fokus der Klagelieder der Markenindustrie stehen. Zu Beginn dieser Sektoruntersuchung führt die Kommission Gespräche mit europäischen Dachverbänden.