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Genossenschaftsbanken "Stabilitätsanker" im Finanzsystem

Bei der Hauptversammlung der DZ Bank AG am 29. Mai konnte deren Vorstandsvorsitzender, Wolfgang Kirsch, auf glänzende Ergebnisse verweisen. Zugleich äußerte er jedoch Besorgnis über lähmende Regulatorik.

06.06.2013

Frankfurt, 29.05.2013 — Mit sichtlichem Stolz verkündete der Vorstandsvorsitzende der DZ Bank AG, Wolfgang Kirsch, auf der Hauptversammlung seines Instituts in Frankfurt den Zuwachs von über einer Millionen neuer Mitglieder seit der internationalen Finanzkrise. Das Ergebnis vor Steuern sei gar "sprunghaft" von 324 Millionen Euro in 2011 auf 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2012 gestiegen. Bis auf die VR-LEASING, die aufgrund negativer Entwicklungen beim Osteuropa-Geschäft Verluste habe kompensieren müssen, seien auch alle Konzerntöchter mit exzellenten Abschlüssen durch das letzte Geschäftsjahr gekommen.

Dennoch stehe die DZ Bank vor gewaltigen Herausforderungen. Insbesondere die vielfältigen regulatorischen Maßnahmen der EU sowie das nicht abzusehende Ende der Niedrigzinsphase lähmten das Geschäft. So sehe er eine größere Tendenz zu Bankoligopolen. Auch im VR-Banken-Geschäft dürfte sich das Fusionstempo wieder beschleunigen. Der Wendepunkt bei der Staatsverschuldung sei noch nicht erreicht, ebenso fehle es an einer europäischen Reformagenda. Ein wirklicher Ausweg sei nur mit Wachstum zu erreichen, aber es fehlten die Konzepte. Dazu gesellten sich politische Unwägbarkeiten, insbesondere in Italien, Frankreich und aufgrund der Bundestagswahlen in Deutschland.

Als wichtiges Etappenziel bei der politischen Interessenvertretung sei erreicht worden, dass die Mittelstandsfinanzierung nicht zu stark mit Eigenkapital unterlegt werden müsse. Mit Sorge erfülle ihn jedoch das Bemühen der EU um einheitliche Einlagensicherung. Auch mit der Finanztransaktionssteuer ging Kirsch kritisch ins Gericht. Eine solche würde auch das Verbundgeschäft negativ beeinflussen.

Abschließend hob Kirsch noch einmal hervor, dass die DZ Bank die einzige Bank sei, deren Rating in der Finanzkrise aufgewertet worden sei. Die Aktie zeichne sich durch eine hohe Wertbeständigkeit aus.

Die Geschäftspolitik des Vorstandes fand im Zuge der Abstimmungen mit überwältigenden Mehrheiten grundlegenden Zuspruch. Präsident und Hauptgeschäftsführer des MITTELSTANDSVERBUNDES nahmen als Gäste an der Veranstaltung teil.
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