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Gedämpfter Optimismus bei österreichischen Verbundgruppen

Trotz schwierigster wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gaben sich die Mitglieder der Gemeinschaft Österreichischer Verbundgruppen (GÖV) bei ihrem halbjährlichen Erfahrungsaustausch am 13. Oktober 2009 in Linz verhalten optimistisch

12.10.2009

Linz, 13. Oktober 2009 -Zu ihrem halbjährigen Erfahrungsaustausch traf sich die „Gemeinschaft Österreichischer Verbundgruppen“ (GÖV) am 13. Oktober 2009 in der Zentrale der Europa-Möbelverwaltungs-GmbH Co. KG in Linz. Geschäftsführer Mag. Harald Laus begrüßte die Teilnehmer und stellte zunächst die aktuellen erfolgreichen Marketingaktivitäten des Hauses vor. Hierdurch habe ein Umsatzwachstum von ca. 10% realisiert werden können.

In der weiteren Diskussion wurde allerdings deutlich, dass in nahezu allen Branchen die einstigen Wachstumsziele komplett revidiert werden mussten. Weitreichend ließ sich eine um die Nulllinie verharrende Wachstumsentwicklung verzeichnen. Deutlich negativ hingegen verlief die Entwicklung beim Auslandsengagement und bei den im Segment Industriezulieferung tätigen Gruppen.

Gerade aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage hatte ZGV-Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann, der die Gruppe seit neun Jahren betreut und die Tagungen moderiert, das „aktive Risikomanagement“ thematisch in den Mittelpunkt gestellt. Als externe Referenten hatte er Rainer Kubicki, Inhaber der Creditreform Wirtschaftsauskunftei Kubicki, Wien, und Universitätsprofessor Mag. Dr. Walter S. A. Schwaiger, Technische Universität, Wien, gewinnen können. Bei den bemerkenswerten Präsentationen stellten die Referenten heraus, dass das derzeit wichtigste Ziel des Risikomanagements in Unternehmen sein müsse, um die Liquidität zu sichern. Festzustellen sei ein deutlicher Anstieg der Lieferantenkredite. Nur noch 1/3 aller Unternehmenskredite würden von Banken vergeben. Als Ursachen der Insolvenz von Unternehmen stellte Kubicki für 71% mangelnde Buchhaltung, fehlende Liquiditätsplanung oder unzureichendes und fehlendes Kreditmanagement heraus. Insgesamt hätten die Konkurse in Österreich um 16% gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Professor Schwaiger erläuterte Verfahrensweisen, mit denen Risikomanagementsysteme in die elektronische Datenverarbeitung von Unternehmen zu integrieren sind.

Dr. Veltmann lud die österreichischen Teilnehmer dazu ein, sich stärker an Tagungen auf europäischer Ebene oder in Deutschland zu beteiligen.

Folgetreffen der GÖV wurden für den 23. März 2010 bei der OPTICON in Wels und für den 14. Oktober (hierfür blieb der Ort allerdings noch offen) festgelegt. Die GÖV ist bestrebt, weitere Teilnehmer für den regelmäßigen Erfahrungsaustauschkreis zu gewinnen.

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