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Gebühren für Kartenzahlungen: EDEKA sprengt Bankenabsprache

Als erstes große Handelsgruppe hat die EDEKA eine Gebührensenkung für Kartenzahlungen mit Sparkassen und Volksbanken vereinbart. Die Einigung bedeutet gleichzeitig das Ende der gemeinsamen Preispolitik der Banken.

10.03.2011

Frankfurt am Main, 10.03.2011. Die EDEKA-Handelsgruppe hat mit Sparkassen und VolksbankenPreissenkungen für Kartenzahlungen vereinbart. Sie bedeutengleichzeitig das Ende der gemeinsamen Preispolitik der Banken. Dies berichtet die Lebensmittel Zeitung (Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main) in ihrer Ausgabe von Freitag, 11. März 2011.

Nach mehr als zwanzig Jahren unter dem Deckmantel der kartellrechtlichen Freistellung bahnt sich eine Zäsur im bargeldlosen Zahlungsverkehr an: das Ende der gemeinschaftlichen Preisabsprache
unter den Banken für garantierte Kartenzahlungen Als erster großer Händler hat Edeka die bislang in Stein gemeißelte Gebührenordnung gesprengt und geht damit in die Offensive: “In langwierigen
Verhandlungen mit dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken BVR und dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband DSGV hat die Edeka-Bank Preissenkungen erreicht”, so das genossenschaftliche Finanzinstitut gegenüber der LZ.

Die Edeka-Bank erwartet von den bilateral getroffenen Rahmenvereinbarungen “Einsparungen im Millionenbereich für die Edeka-Gruppe”. Preisverhandlungen des Handels mit Einzelverbänden
oder gar einzelnen Kreditinstituten waren bislang quasi unmöglich. Seit der Einführung der Kartenzahlung mit Geheimnummer im Jahr 1990 legte der Zentrale Kreditausschuss der fünf Spitzenverbände der deutschen Kreditwirtschaft (ZKA) die Gebühren gemeinsam für alle Banken und Sparkassen fest.

Seitdem bezahlt der Handel für jede einzelne Transaktion 0,3 Prozent vom Umsatz, mindestens 8 Cent. Allerdings vermuten Insider, dass die Discounter Aldi und Lidl Rückvergütungen kassieren.

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