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Frauenquote wühlt Arbeitgeber auf

Klare Worte von Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt zu einer offenbar nicht enden wollenden Debatte in Berlin.

08.07.2011

Berlin, 27. Juni 2011. Völliges Unverständnis für die anhaltende Forderung von Bundesarbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen nach einer Frauenquote in den Topmanagementebenen führender Unternehmen sprach Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung von Präsidium und Vorstand der BDA in Berlin aus. Im Kampf um die Quote,der seit Monaten zwischen Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften geführt wird, bezieht Hundt strikt Position. Wie auch DER MITTELSTANDSVERBUND lehnt er eine starre, gesetzliche Quote zur Förderung von Frauen in Führungspositionen als falsch ab. Sehr wohl räumt er die Notwendigkeit ein, alle Anstrengungen von Unternehmerseite vorzunehmen, um mehr Frauen in Chefetagen zu beschäftigen. Gesetzlich erzwingen lasse sich dieses Ziel dagegen nicht. Im Übrigen gehe die Bundesregierung selbst mit schlechtem Beispiel voran. So sei etwa der Frauenanteil in Aufsichtsräten, bei denen die Bundesregierung in der Wirtschaft vertreten sei, gleich Null. Deshalb sei er es leid, dass die Arbeitgeber stets an den Pranger gestellt werden. Zugleich ermuntere er jedoch die Unternehmer, gerade auch mit Blick auf den akuten und zu erwartenden Mangel an Fach- und Führungskräften im Eigeninteresse entsprechende Anstrengungen zu unternehmen.

Als weitere aktuelle Schwerpunktthemen befassten sich die BDA-Gremien mit der politischen Entwicklung zur Regelung der Tarifeinheit, dem Arbeitnehmerdatenschutz sowie aktuellen Fragen zur Zeitarbeit. Einzelheiten hierzu sind beim MITTELSTANDSVERBUND abrufbar.

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