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Frauenquote: Richtiges Ziel - falsches Mittel

Der Zugriff auf vorhandenes Humankapital dürfe gerade jetzt durch gesellschaftliche Strukturen und tradierte Lebensgewohnheiten nicht behindert werden.Für eineÜberwindung geschlechterspezifischer Hemmnisse seien dirigistische Frauenquoten jedoch kontraproduktiv - so MITTELSTANDSVERBUND-Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann.

12.03.2012

Berlin, 7. März 2012. EU-Justizkommissarin Viviane Reding liebäugelt mit Frauenquoten für Europas Chefetagen. Lautstark stoßenin Deutschland auch gleich wieder diejenigen ins Horn, die die geringe Zahl von Frauen im Top-Management von Wirtschaftsunternehmenauf die vermeintlicheRenitenz männlicher Unternehmenschefs gegenüber weiblichen Anwärtern auf Führungsposten zurückführen. Doch, sehr geehrte Frau von der Leyen, diese Analyse ist zu simpel. Sie polarisiert und führt zu falschen Schlüssen. Spätestens im Zuge des sich verschärfenden Fach- und Führungskräftemangels, der im Mittelstand bereits jetzt deutlich zu spüren ist und dazu führt, das jede 3. Stelle nicht oder nur noch mit Schwierigkeiten besetzt werden kann, "übersieht" die Personalrecherche weibliche Anwärter nicht länger. Allein wo sie fehlen, lassen sie sich nicht mit starren Quotenregelungen herbei diktieren. Es gilt vielmehr, dafür Sorge zu tragen, dassqualifizierte Anwärterinnen auf Spitzenjobs überhaupt in ausreichender Zahl bereit stehen. Hier sind Familien-, Bildungs- und Steuerpolitik in besonderer Weise gefragt. Wo die Rahmenbedingungen stimmen, braucht es keine bürokratische Regulierung.

DER MITTELSTANDSVERBUND spricht sich deshalb erneut gegen starre Frauenquoten in Führungspositionen aus, da sie an Symptomen kurieren und die Ursachen ausblenden.

Dr. Ludwig Veltmann, Hauptgeschäftsführer

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