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Fachkräftemangel, "zugeknöpfte" Banken und Konsumflaute beunruhigen Mittelstand in Österreich

Selten waren sich die Mitglieder der Gemeinschaft Österreichischer Verbundgruppen GÖV bei der Betrachtung der Lage so einig: "Wenn nicht bald etwas geschieht, werden uns Fachkräftemangel, Basel III und Konsumzurückhaltung ins Mark treffen."

10.04.2014

Wels, 08.04.2014 — Bei der jüngsten Zusammenkunft der führenden österreichischen Verbundgruppen in Wels mochte sich nur wenig Optimismus breit machen. Das Treffen fand bei der 3 e Handels- und Dienstleistungs AG in Wels statt, die mit einem Umsatz von 523 Mio. Euro die größte originäre österreichische Verbundgruppe ist.

Fachkräftemangel verhindert Entwicklungschancen

Zwar sei nach einem extrem schwierigen Jahr 2013 in dem von Bankenkrisen und -skandalen gebeutelten Land die jüngste Konjunkturentwicklung wieder leicht ermutigend, aber einige Rahmenbedingungen wirkten bedrohlich. Allen voran bereite der akute Fachkräftemangel in nahezu jedem Bereich große Sorgen. Neben der damit verbundenen massiven Verteuerung der Arbeitskosten könnten vielfältige Entwicklungschancen von Unternehmen deswegen schlicht nicht genutzt werden.

Die aktuellen Bemühungen der Politik, ausländische Auszubildende und Fachkräfte ins Land zu holen, scheiterten oft an deren nicht ausreichenden Sprachkenntnissen. Gerade in stark auf Tourismus ausgerichteten Regionen würde das Probleme bereiten.

Kreditklemme durch "zugeknöpfte" Banken befürchtet

Zugleich klagen die mittelständischen Unternehmen, von denen viele in Österreich erheblich unter Eigenkapitalschwäche leiden, über die zunehmend restriktive Vergabe von Krediten gerade in Folge der Basel III-Vorschriften.


Mit Multichannel-Lösungen in die digitale Zukunft

Auch die Verlagerung des Konsums in die digitalen Märkte fordert die österreichischen Verbundgruppen in erheblichem Maße. Dass die Zukunft allerdings dem dienstleistungsstarken multichannel-orientierten Fachhändler gehört, war nicht nur die Essenz des inspirierenden Vortrages des Vorstandes der 3 e und Gastgebers Dr. Günther Pacher, sondern wurde auch durch eine wissenschaftliche Studie, die der Geschäftsführer des IFH Köln, Boris Hedde, als Gastreferent in einem vorausschauenden Szenario präsentierte, überzeugend untermauert.

Die nächste Zusammenkunft der GÖV wurde auf den 09.04.2015 terminiert.
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