MENÜ MENÜ

EVB BauPunkt stellt sich neu auf

Kooperation will Systemführerschaft weiter ausbauen

05.07.2010

Wichtige Zukunftsthemen bestimmten die EVB BauPunkt Gesellschafterversammlung 2010 in Rostock-Warnemünde. Die Einkaufs- und Handelsgemeinschaft für Baumaschinen, Baugeräte und Werkzeuge will in den kommenden Jahren ihre Systemführerschaft weiter ausbauen und in Deutschland schon bald flächendeckend präsent sein.

Bei der Jahrestagung in der Yachthafenresidenz Hohe Düne informierte Geschäftsführer Gerhard Eberle die Gesellschafter erstmals über den eingeleiteten Generationswechsel an der Spitze der Kooperation. Sein Sohn Steffen Eberle wird innerhalb der nächsten fünf Jahre als Geschäftsführer seinen Verantwortungsbereich erweitern, neue Aufgaben übernehmen und das Lebenswerk seines Vaters fortsetzen. Der 36-Jährige gehört dem Unternehmen bereits seit 14 Jahren an, davon acht Jahre als geschäftsführender Gesellschafter. Gerhard Eberle hatte die Einkaufskooperation 1983 gegründet — der Beginn einer bis heute anhaltenden Erfolgsgeschichte. Aktuell zählt die EVB BauPunkt 90 rechtlich selbstständige Gesellschafter mit 137 Standorten in sieben Ländern.

Gesellschafternachfrage soll noch stärker gebündelt werden

Zur Stärkung der Systemführerschaft will sich die Kooperation gegenüber der Industrie noch besser aufstellen. Die Zentralfakturierung reiche heute als Grundlage für erfolgreiche Preis- und Konditionsverhandlungen nicht mehr aus, unterstrich Steffen Eberle. Verbundgruppen müssten den Herstellern zusätzliche Leistungen und Plattformen bieten. Die EVB BauPunkt arbeite bereits mit Hochdruck an entsprechenden Lösungen, um die Nachfrage der Gesellschafter stärker zu bündeln, ohne deren Selbstständigkeit als Unternehmer zu gefährden. Zwang und Bezugsverpflichtungen werde es auch in Zukunft nicht geben, sagte Steffen Eberle. Vielmehr werde die Kooperationszentrale in Göppingen den Gesellschaftern umfassende Systemdienstleistungen anbieten, um sie vor Ort noch erfolgreicher zu machen. Dabei sollen die einzelnen Angebote noch mehr differenziert und für einzelne Gesellschaftergruppen maßgeschneidert werden. Als Beispiel nannte der EVB BauPunkt Geschäftsführer den zur bauma 2010 mit großem Erfolg gestarteten 5-Sterne-Mietverbund.

Auf dem Weg zum dienstleistungsgetriebenen Systemanbieter

Auch in den Bereichen Marketing, Finanzmanagement, Struktur- und Prozessoptimierung, Schulung, Versicherungsdienste, Rechtsberatung und Kommunikation können die EVB BauPunkt Gesellschafter künftig vermehrt individuelle Leistungen in Anspruch nehmen. Steffen Eberle: „Wir werden unsere Kooperation in den kommenden Jahren gemeinsam mit den Gesellschaftern weiterentwickeln — von einer Einkaufs- und Handelsgemeinschaft hin zu einem dienstleistungsgetriebenen Systemanbieter.“ Erste Ergebnisse sollen auf der nächsten Gesellschafterversammlung präsentiert werden.

Spitzenergebnis 2010 erwartet

Das Geschäftsjahr 2009 war das schwierigste in der erfolgsverwöhnten Geschichte von EVB BauPunkt. Trotz eines Umsatzrückgangs von 4,0 Prozent auf 119,1 Mio. Euro konnte das Betriebsergebnis jedoch auf Vorjahresniveau gehalten werden. Im Vergleich mit anderen Verbundgruppen der Branche habe die Kooperation damit ganz gut abgeschnitten, stellte Steffen Eberle fest. Zum Ende Juni 2010 konnte der Umsatzverlust nicht nur aufgeholt, sondern die Erlöskurve bereits wieder mit 15,7 Prozent deutlich ins Plus gedreht werden. Die Geschäftsführer rechnen damit, das laufende Jahr erneut mit einem Spitzenergebnis abschließen zu können.

Ebenfalls erfreulich: EVB BauPunkt hat ihre Eigenkapitalquote im Geschäftsjahr 2009 auf 28,3 Prozent weiter ausgebaut. Und noch eine beeindruckende Zahl: Bei der Gesellschafterversammlung waren 98,9 Prozent der Kommanditisten anwesend oder vertreten. Ein deutliches Zeichen für den Zusammenhalt in der Kooperation, die sich damit zu Recht als starke Gemeinschaft bezeichnen kann.

Zurück zur Übersicht
Weitere Artikel