EU-Parlament fordert bessere Finanzierungsmöglichkeiten für KMU
Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind die Jobmotoren der europäischen Wirtschaft. In einem aktuellen Beschluss fordert das Europäische Parlament einen einfachen Zugang zu Krediten sowie einen besseren Schutz vor Zahlungsverzug durch andere Unternehmen.
11.03.2013
Brüssel, 01.03.2013 – In einem aktuellen Bericht fordert das Europäische Parlament für kleine und mittelständische Unternehmen einen einfachen Zugang zu Krediten und einen besseren Schutz vor Zahlungsverzug durch andere Unternehmen. Nach Angaben des Parlaments erfolgt die Finanzierung bislang bei 80 Prozent der rund 23 Mio. KMU in Europa über klassische Bankkredite. Zwar ist die Kreditnachfrage im deutschen Mittelstand rückläufig. Allerdings ist dies besonders im südlichen Europa anders: Unternehmen brauchen Kredite, bekommen diese aber kaum oder nur zu schlechten Konditionen. Zusätzlich leiden KMU häufig unter zahlungswilligen Kunden, die entweder spät oder gar nicht bezahlen.
Das Europäische Parlament fordert die Gesetzgeber jetzt auf, mehr Flexibilität und Transparenz bei der Kreditvergabe zu schaffen. Zusätzlich sollen europäische Finanzierungsinstrumente, Risikokapital oder Crowdfunding künftig besser genutzt werden.
Um diese Ziele zu erreichen, sollen Banken künftig verpflichtet werden, besser auf die Bedürfnisse und Besonderheiten der kleinen und mittelständischen Unternehmen einzugehen. Darüber hinaus sollen die Mitgliedsstaaten die Zahlungsverzugsrichtlinie unverzüglich umsetzen, wonach Unternehmen für überfällige Rechnungen nach 30 Tagen Zinsen zu entrichten haben.