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EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bekennt sich zum Mittelstand

Ist der globale Innovationswettlauf für den Mittelstand Schicksal oder Chance? Diese Frage stand im Zentrum des Wirtschaftstages 2007 des Genossenschaftsverbandes Frankfurt, zu der herausragende Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Forschung und Politik Stellung bezogen.

07.11.2007

Frankfurt 24. Oktober 2007: Bis zum letzten Platz die Jahrhunderthalle mit 2.500 Teilnehmern ausgebucht. Der Präsident des Genossenschaftsverbandes Frankfurt, Walter Weinkauf und seine beiden Moderatoren, Marietta Slomka und Udo van Kampen, ZDF, hatten bei ihrem diesjährigen Wirtschaftstag das „Who is Who“ der Größen aus Wissenschaft, Forschung, öffentlichem Leben und Politik aufgeboten. Beleuchtet wurde die Frage, ob sich der globale Innovationswettlauf für den Mittelstand mehr als bedrohliches Schicksal oder perspektivenreiche Chance erweisen könne. Mit einem anregenden Streitgespräch der Professoren, Dr. Elmar Altvater, Otto Suhr, Institut für Politikwissenschaft an der freien Universität Berlin und Prof. Dr. Dr. h. c. Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Institutes für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V., wurde die intellektuelle Hürde gleich zu Beginn hochgeschraubt. Sodann wurde der Einfluss der rasant sich wandelnden Volkswirtschaft Indien und dessen Auswirkung auf die Weltwirtschaft von ausgewiesenen Experten, allen voran Generalkonsul Ajit Kumar. Besonderes highlight der Veranstaltung war der Auftritt des deutschen Astronauten Thomas Reiter, Mitglied des Vorstandes des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V., Köln. Reiter schilderte nicht nur eindrucksvoll seine wissenschaftlichen und persönlichen Erfahrungen mit der bemannten Raumfahrt, er unterstrich auch die Bedeutung der Forschung für Wirtschaft und Mittelstand im globalen Wettbewerb.

Ein umfassendes Bekenntnis zum Mittelstand legte der Präsident der Europäischen Kommission José Manuel Barroso, ab. Er wisse um die große Bedeutung des Mittelstandes in Deutschland. In seiner ersten Rede nach dem europäischen Gipfel von Lissabon brachte er seine Freude über den EU-Vertrag zum Ausdruck, zu dessen Erfolg die deutsche Bundeskanzlerin, Angela Merkel, erheblich beigetragen habe.

Der neue Vertrag der EU der 27 stehe für mehr Wettbewerbsfähigkeit, weniger Bürokratie, für Klimaschutz, für einen Binnenmarkt für Energie, für Dienstleistungen, für mehr innere Sicherheit und manches mehr. Barroso sprach in diesem Zusammenhang von einem „Europa der Ergebnisse“.

Erfreut zeigte er sich auch über die jüngste Einigung im Europäischen Rat über den Zugang für Ingeneure nach Europa (Bluecard). Diese diene in besonderer Weise auch dem Mittelstand.

Mit dem Vertrag von Lissabon werde die EU nach innen effizienter und nach außen geschlossener. Daraus entstünden für den Mittelstand vielfältige Chancen. Auf den aktuellen Konjunktaufschwung eingehend sah Barroso den Mittelstand als wesentlichen Impulsgeber. Der Aufschwung sei nicht durch niedrige Löhne erreicht worden, sondern durch Vorsprung, Qualität und Technik. Hierbei seien mittelständische Unternehmen schneller, flexibler, wendiger und brächten ihre neuen Ideen schneller in die Märkte. Gerade deshalb gelte es, den Mittelstand in Europa zu stärken. Die Politik könne hierbei helfen „in dem wir manches tun und manches lassen“.

Natürlich würden die meisten Parameter für mittelständische Unternehmen auch weiterhin auf nationaler Ebene festgelegt, z. B. im Steuer-, Sozial- und Arbeitsrecht. Aber Europa müsse seitens der Unternehmen „als Stärke, als Trumpf, als Hebel“ verstanden werden.

Für den ZGV nahm Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann an der Veranstaltung teil

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