EU-Kommission will Internationalisierung des Mittelstandes fördern
Laut einer aktuellen Mitteilung möchte die Europäische Kommission die Unterstützungsleistungen zur Internationalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen ausbauen und verbessern. Kooperationen und Netzwerke sollen dabei besondere Förderung erhalten.
11.11.2011
Brüssel, 10. November 2011. Laut einer aktuellen Mitteilung möchte die Europäische Kommission die Unterstützungsleistungen zur Internationalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen ausbauen und verbessern. Kooperationen und Netzwerke sollen dabei besondere Förderung erhalten.
Laut der Kommissionsmitteilung sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Erschließung des Weltmarkts mit besonderen Hindernissen konfrontiert. Das gelte besonders im Hinblick auf den Zugang zu Marktinformationen, bei der Ermittlung möglicher Kunden sowie bei der Suche nach den richtigen Partnern. Zudem müssten sie komplexe Fragen im Hinblick auf verbindliche Vorschriften lösen, z.B. im Bereich des Vertragsrechts, der Zollvorschriften, technischer Regeln und Normen und der Wahrung von Urheber- und gewerblichen Schutzrechten. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen stünden den Mittelständlern in der Regel weniger internes Fachwissen, weniger Geld und weniger Personal zur Verfügung als größeren Unternehmen.
Generell sind nur 13 % der in der EU ansässigen KMU außerhalb der EU durch Handel, Investitionen oder andere Formen der Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern tätig. Auf die 23 Mio. europäischen KMU entfallen zwei Drittel aller Arbeitsplätze in der privaten Wirtschaft; ferner wurden 80 % aller Arbeitsplätze in den letzten fünf Jahren von KMU geschaffen.
Um Unternehmen den Weg zu ebnen, muss Europa internationaler werden und seine Mittelständler bei ihrer Internationalisierung unterstützen. Deshalb erarbeitet die Kommission derzeit eine kohärentere und effektivere EU-Strategie zur Förderung der KMU auf den Auslandsmärkten. DER MITTELSTANDSVERBUND wird die Umsetzung dieser Strategie partnerschaftlich begleiten.
In der neuen EU-Strategie sind folgende Maßnahmen festgelegt:Cluster und Netzwerke zur Internationalisierung von KMU sollen gefördert werden;
- das bestehende Angebot von Unterstützungsdienstleistungen soll auf den Hauptzielmärkten ausgebaut werden;
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die Steuerungsstruktur des Enterprise Europe Network soll verbessert werden, um eine bessere Zusammenarbeit mit Anbieterorganisationen und Interessenträgern zu ermöglichen;
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Förderprogramme auf EU-Ebene werden kohärenter gestaltet, damit sie größere Wirkung zeigen
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eine paneuropäische Zusammenarbeit auf den wichtigsten Zielmärkten wird initiiert, damit die öffentlichen Mittel bestmöglich genutzt werden;
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eine einzige virtuelle Auskunftsstelle für KMU wird geschaffen, die außerhalb der EU expandieren möchten;
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bestehende politische Maßnahmen der EU sollen intensiviert werden, damit europäische KMU im Ausland rascher expandieren.
Künftig sollten sich die Anstrengungen darauf konzentrieren, wie bestehende Diensteanbieter effektiver zusammenarbeiten können und wie man Anreize dazu schaffen könnte. Ein umfassender Überblick über das europäische Angebot an Unterstützungsdiensten soll die Ausgangsbasis für diesen Prozess bilden.