Erfolgreiche Kartentransaktionen: Sicherheit steht im Zentrum
Bei Kartenzahlungen spielt das Thema Sicherheit eine wesentliche Rolle. Heute stehen moderne und praktikable Lösungen zur Verfügung, um mögliche Risiken zu minimieren und Betrugsversuche bereits im Ansatz zu verhindern.
29.09.2011
Berlin, 26. September 2011. Bei Kartenzahlungen spielt das Thema Sicherheit eine besonders wichtige Rolle. Heute stehen moderne und praktikable Lösungen zur Verfügung, um mögliche Risiken zu minimieren und Betrugsversuche bereits im Ansatz zu verhindern. Michaela Lachmann, Abteilungsleiterin beim ServiCon-Partner B+S Card Service GmbH, erläutert im Interview, wie groß die Risiken bei Kartentransaktionen sind und worauf Unternehmen achten sollten.
Frage: Wie sicher ist die Abrechnung von Kreditkarten- und girocard-Zahlungen am Point of Sale?
Lachmann: Die strengen Sicherheitsrichtlinien der Deutschen Kreditwirtschaft für POS-Terminals sowie die Sicherheitsprogramme der Kartenorganisationen beugen dem Missbrauch von Karten vor. Zusätzlich überwachen die Systeme der Netzbetreiber Transaktionen auf besondere Auffälligkeiten. Ungewöhnliche Transaktionen (bspw. Terminal-Initialisierungstransaktionen, die außerhalb der Geschäftsöffnungszeiten vorkommen) werden geprüft und an den betroffenen Händler kommuniziert. In begründeten Verdachtsfällen wird ein Terminalaustausch vorgenommen. Der Netzbetreiber B+S Card Service setzt außerdem ein spezielles Sicherheitssiegel am Terminalgehäuse ein. Das empfindliche Siegel wird beim unbefugten Öffnen des Gehäuses sofort zerstört und macht somit eine mögliche Terminalmanipulation schnell transparent.
Frage: Wie häufig treten Terminalmanipulationen im Handel auf?
Lachmann: Als Folge der guten Sicherheitsvorkehrungen treten Fälle von Terminalmanipulationen mit nachfolgenden Schäden in Deutschland grundsätzlich äußerst selten auf. In diesem Jahr wurden bisher zwei Fälle bekannt (Terminalportfolio in Deutschland gesamt: ca. 700.000).
Frage: Kann ein Händler den missbräuchlichen Einsatz von Karten bzw. die Manipulation von Terminals vermeiden?
Lachmann: Als verantwortliche Personen vor Ort tragen die Mitarbeiter im Kassenbereich mit ihrer Aufmerksamkeit einen entscheidenden Anteil zur Vermeidung von betrügerischen Karteneinsätzen oder Terminalmanipulationen bei. Somit kann sich jeder Händler aktiv vor Manipulationen und Kartenmissbrauch schützen.
Bei einem betrügerischen Einsatz von Karten wird häufig von einem wahllosen Kaufverhalten bei teuren und leicht zu veräußernden Artikeln berichtet. Der Kunde drängt hier oft auf eine schnelle Abwicklung. Als Händler sollte man in diesen Fällen auf sichere Bezahlvarianten (girocard mit PIN) setzen oder sich von der Identität des Kunden überzeugen.
Insbesondere nach Einbrüchen empfiehlt sich eine schnelle Prüfung, ob das Sicherheitssiegel des POS-Terminals noch unversehrt ist. Im Falle von zerstörten oder beschädigten Siegeln sollte das Kartenlesegerät umgehend an den Netzbetreiber zurückgesendet werden. Neben den Meldungen an die Polizei sollten sich Händler insbesondere bei Diebstählen von POS-Terminals oder bei einem Manipulationsverdacht an ihren Netzbetreiber wenden. Auf diese Weise lassen sich Risiken minimieren.