Energiewende darf Wirtschaft nicht spalten
Beim Treffen der Hauptgeschäftsführer von MITTELSTANDSVERBUND, Handelsverband Deutschland und Bundesverband Groß- und Außenhandel mit der Handels- mit der Mittelstandsabteilung des Bundeswirtschaftsministeriums am 13. November 2012 wurde der aktuelle Verlauf der Energiewende kritisch beleuchtet.
23.11.2012
Berlin, 13. November 2012. Bei dem morgendlichen Gespräch der Hauptgeschäftsführer der Spitzenverbände des Handels, darunter für den Handelsverband Deutschland, Stefan Genth, dem MITTELSTANDSVERBUND, Dr. Ludwig Veltmann und dem Bundesverband für Groß- und Außenhandel, Gerhard Handke mit dem Leiter der Mittelstandsabteilung des Bundeswirtschaftsministeriums, Dr. Eckhard Franz sowie der Leiterin des Handelsreferates, Frau Friederike von Kempis, wurde der wachsende Unmut der Handelsunternehmen über die Gestaltung der Energiewende eingehend erörtert.
Dr. Veltmann stellte fest, dass die Entscheidungsträger im Handel prinzipiell die Energiewende und die damit verbundenen Kosten mitzutragen bereit seien. Großer Unmut mache sich jedoch darüber breit, dass bei der Verteilung der Kosten große Ungerechtigkeiten entstünden. Einerseits werden durch Subventionierung einzelner Produzenten über Jahrzehnte deutlich überzogene Kosten produziert. Andererseits werden durch die Entlastung einer wachsenden Zahl von viel Energie benötigenden Unternehmen von Umlageverpflichtungen die verbleibenden Stromzahler zusätzlich in die Pflicht genommen. Betroffen seien hier neben den Verbrauchern in besonderem Maße der Mittelstand, der noch dazu durch die abnehmende Kaufkraft der Konsumenten mit Sorge auf die künftige Geschäftsentwicklung blicke.