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EK/servicegroup zeigt der Krise die kalte Schulter

Bielefelder Verbundgruppe legt 2009 um 3,4 Prozent zu / Geschäftsfeld family verzeichnet deutliche Zuwächse / Neue Leistungen für einen starken Mittelstand

25.04.2010

Bielefeld, 06.05.2010 — Auch im Jahr der größten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 5 Prozent hat sich die klare Fokussierung der EK/servicegroup auf den inhabergeführten Facheinzelhandel ausgezahlt: „Wir fördern Mittelstand statt Mittelmaß. Während die Politik sich weiterhin nur verbal für den Mittelstand stark macht, steht er bei uns im Zentrum aller Aktivitäten. Für über 2.100 Handelspartnern mit deutlich mehr als 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern repräsentieren wir den zukunftsorientierten mittelständischen Einzelhandel wie kaum eine andere Organisation in der europäischen Handelslandschaft“, so der Vorstandsvorsitzende Franz-Josef Hasebrink auf der EK-Jahrespressekonferenz am 6. Mai 2010 im Rahmen der EK FUN (06.-08.05.2010)

Und dass sich diese enge Verbindung rentiert, zeigt ein Blick auf die Entwicklung der EK im Geschäftsjahr 2009: Der Gesamtumsatz der Bielefelder Verbundgruppe belief sich auf 1.473,6 Mio. € und lag damit um 48,3 Mio. € bzw. 3,4 % über dem Vorjahreswert.

Besser als der Markt

Nicht zum ersten Mal hat sich die EK/servicegroup besser als der Markt geschlagen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes setzte der deutsche Nonfood-Einzelhandel

im vergangenen Jahr nominal 2,2 % und real 1,9 % weniger um als im Vorjahr.

Für die EK/servicegroup gelten aber zurzeit offensichtlich andere Gesetze. Zum überzeugenden Umsatzergebnis trugen dabei sowohl das Zentralregulierungsgeschäft (ZR) als auch das Lagergeschäft bei. Während der ZR-Zuwachs bei 3,6 % lag, konnte sich das EK-Lagergeschäft auf einem stabilen Niveau halten und wuchs um 0,9 %.

„Netzwerken“: ARDEK und IGEKA Baby handeln gemeinsam

Für die EK/servicegroup sind Handelsgruppen mit klarer Mittelstandsorientierung keine Konkurrenten, sondern potenzielle Verbündete im Kampf um die Marktanteile für den inhabergeführten Einzelhandel. Eine Zusammenführung auf der EK-Mittelstandsplattform hat deshalb eine hohe Priorität in der strategischen Unternehmensführung — immer mit dem Ziel eines qualifizierten Wachstums zum unmittelbaren Nutzen aller Beteiligten. Und die Liste der Vorteile ist lang:

· Zukunftssicherheit durch wirtschaftliche Stabilität der Partner

· Steigerung des Einkaufspotenzials durch Vereinigung des Marktvolumens

· Herstellung der konzeptionellen Systemführerschaft zwischen Handel und Industrie in horizontaler und vertikaler Partnerschaft

· Verfeinerung der Leistungsprofile im Waren- und Systemgeschäft, die Handel und Lieferanten kooperativ und effizient verbinden.

· Nutzung von Sparpotenzialen durch Übernahme zentraler Leistungen (Warenbezugs- und Sortimentsmanagement, Marketing, Finanzen, DV/Organisation, Controlling) im Rahmen der EK-Plattformstrategie mit entsprechender Professionalisierung aller Aktivitäten

· Steigerung der Attraktivität für Neumitglieder durch wachsende Marktbedeutung

„Wachstum um jeden Preis kommt für uns nicht in Frage. Die Prämisse des gemeinsamen unternehmerischen Handelns heißt: Wettbewerbsvorteile erzielen und den Markt für heutige und zukünftige Partner aktiv gestalten“, verdeutlichen Franz-Josef Hasebrink und Bernd Horenkamp die grundsätzliche strategische Ausrichtung der EK.

So versteht sich die 1998 gegründete ZEUS Zentrale für Einkauf und Service GmbH Co. KG, Tochtergesellschaft der Verbundgruppen hagebau (Soltau), E/D/E (Wuppertal) und EK/servicegroup, als gemeinsames Bindeglied zwischen den angeschlossenen Handelsunternehmen und den Vertragslieferanten. Auch in der jüngsten Vergangenheit hat sich auf der EK-Plattform viel bewegt: Neben dem Ausbau der 2008/2009 eingegangenen Partnerschaften mit der Arbeitsgemeinschaft unabhängiger Buchhändler (AUB), der Prisma AG (PBS/Buch/Spielwaren) und der Nordbuchgruppe wurden 2009 die Kontakte zum Babyhartwarenspezialisten ARDEK intensiviert. Im März 2010 folgte dann der Beschluss zur Kooperation der ARDEK mit der EK-Tochter IGEKA Baby-GmbH. Das operative Geschäft beider Gesellschaften wird aktuell in einer gemeinsamen GmbH zusammengeführt.

Firmenkonjunkturen in turbulenten Zeiten

Mit einem ebenso breiten wie marktgerechten Angebot in Sortiment, Konzeption und Dienstleistung hat EK 2009 nicht nur am eigenen Erfolg gearbeitet — auch eine Vielzahl der angeschlossenen Händler verzeichnete echte Firmenkonjunkturen in turbulenten Zeiten.

In erklärter Mitverantwortung für die Sicherung der Existenz ihrer Handelspartner hat die genossenschaftlich organisierte Verbundgruppe dafür die richtigen Antworten auf die brennenden Fragen des Marktes gegeben. Gefordert waren vor allem Kauflust weckende Trend-Sortimente, effiziente Systemlösungen und Qualifikationsleistungen, die aus guten Unternehmern noch bessere machen. Das alles hat die EK/servicegroup ihren Handelspartnern geliefert.

„Es macht keinen Sinn, über die Rahmenbedingungen zu jammern, denn die gesamtwirtschaftliche Lage ist immer das Resultat von Handlungen und Unterlassungen. So einfach es klingt: Die Zeichen der Zeit stehen auf voraus denken, anpacken und gestalten. Das wissen unsere Partner aus Handel und Industrie genauso wie die Verbundgruppen, die in den letzten Jahren ihren Platz auf der EK-Plattform gefunden haben. Auf dem Fundament einer soliden finanzwirtschaftlichen Situation werden wir uns in diesem Sinne weiterentwickeln“, gab Hasebrink die grundsätzliche Richtung vor.

Die Stärke dieses Fundaments bleibt gerade in wirtschaftlich stürmischen Zeiten ein echter Gradmesser für die „Standfestigkeit“ von Verbundgruppen. Neben ihren Kernfunktionen als Beschaffungsverbund, Systemgeber und Kompetenz-Netzwerk legen die Bielefelder ihr Hauptaugenmerk deshalb auf finanzielle Stabilität — die eigene und die ihrer Handelspartner. „Unser traditionell solides Finanzmanagement — auch im EK-Finanzverbund mit Kreditinstituten und Kreditversicherern — gewährleistet dauerhaft unsere Funktion als Kreditgeber für die Handelspartner. Auf der Basis von gegenseitigem Vertrauen und Respekt leistet das Gesamtpaket einen aktiven Beitrag zur Sicherung der Unternehmen und damit auch zur gesamtwirtschaftlichen Stabilität“, so Hasebrink. Das Resultat: „Bislang hat sich kein Handelspartner wegen der Kreditklemme, also aufgrund von Finanzierungsproblemen im Rahmen der Finanzkrise, vom Markt verabschieden müssen. Das macht uns auch ein bisschen stolz.“

QUELLE: EK-Pressestelle

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