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Ein Appell für die Deregulierung der Konsumgüterdistribution: Buchempfehlung "Vielfalt durch Gestaltungsfreiheit im Wettbewerb"

Ein hochrangiges Autorenteam um den Münsteraner Professoren Dr. Dieter Ahlert hat ein ökonomisches Manifest für mehr unternehmerische Gestaltungsfreiheit in der Konsumgüterdistribution gewagt. Anlässlich der jüngsten Entwicklungen des europäischen Kartellrechts will die Schrift eine aus ihrer Sicht bedenkliche Überreglementierung sichtbar machen.

10.02.2012

Köln, 8. Februar 2012. Das Autorenteam hat mit dem im Verlag C.H. Beck erschienen Buch ein ökonomisches Manifest zur Deregulierung der „Konsumgüterdistribution“ gewagt. Aus Anlass der jüngsten Entwicklungen des europäischen Kartellrechts will diese Schrift eine aus ihrer Sicht bedenkliche Überreglementierung der Konsumgüterdistribution sichtbar machen. Die Ausführungen der Autoren in diesem Manifest greifen zum großen Teil auf die Vorträge anlässlich des Symposiums in Münster vom Januar 2011 zu dem Thema Vielfalt durch Gestaltungsfreiheit in der Konsumgüterdistribution zurück. Ein wenig Hoffnung haben die Autoren bereits aus der höchstrichterlichen Aufhebung des Per-Se-Verbots vertikaler Mindestpreisvereinbarungen in der USA 2007 und in den neuen Leitlinien der europäischen Kommission für vertikale Beschränkungen 2010 geschöpft, da hier vertikale Preisabsprachen zumindest in einer Reihe praxisrelevanter Fallkonstationen zugelassen wurden

DER MITTELSTANDSVERBUND war an diesen Ausführungen der DG-competition nicht unmaßgeblich beteiligt. Als Fazit ist festzuhalten, dass dieses Manifest sich für eine Entschärfung der Durchsetzung der geltenden Rechtsnorm ausspricht und sich dabei nicht scheut von der „Legende“ über die großen Gefahren starrer Festpreisbindungen zu sprechen. Insbesondere beim Vertrieb von Markenprodukten sieht man die Notwendigkeit, Preise zu binden, da man hier einen Wohlfahrtsgewinn für den Verbraucher erblickt. Marken und Preispflege stellen einen Effizienzgewinn dar, wenn möglichst vielfältige Angebotsgroßkonzeptionen um die Verbraucher werben. Zusammenfassend mündet das Buch in den Apell, die Funktionsfähigkeit der Märkte durch die Rückgewährung von Gestaltungsfreiheiten an die Akteure innerhalb von Wertschöpfungsthemen sicher zu stellen.

Das Buch „Vielfalt durch Gestaltungsfreiheit im Wettbewerb“ von Dieter Ahlert, Peter Kenning, Rainer Olbrich und Hendrik Schröder ist im Verlag C. H. Beck erschienen, ISBN-13: 978-3406627446.

Dr. Günther Schulte

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