Ein Appell für die Deregulierung der Konsumgüterdistribution: Buchempfehlung "Vielfalt durch Gestaltungsfreiheit im Wettbewerb"
Ein hochrangiges Autorenteam um den Münsteraner Professoren Dr. Dieter Ahlert hat ein ökonomisches Manifest für mehr unternehmerische Gestaltungsfreiheit in der Konsumgüterdistribution gewagt. Anlässlich der jüngsten Entwicklungen des europäischen Kartellrechts will die Schrift eine aus ihrer Sicht bedenkliche Überreglementierung sichtbar machen.
10.02.2012
DER MITTELSTANDSVERBUND war an diesen Ausführungen der DG-competition nicht unmaßgeblich beteiligt. Als Fazit ist festzuhalten, dass dieses Manifest sich für eine Entschärfung der Durchsetzung der geltenden Rechtsnorm ausspricht und sich dabei nicht scheut von der „Legende“ über die großen Gefahren starrer Festpreisbindungen zu sprechen. Insbesondere beim Vertrieb von Markenprodukten sieht man die Notwendigkeit, Preise zu binden, da man hier einen Wohlfahrtsgewinn für den Verbraucher erblickt. Marken und Preispflege stellen einen Effizienzgewinn dar, wenn möglichst vielfältige Angebotsgroßkonzeptionen um die Verbraucher werben. Zusammenfassend mündet das Buch in den Apell, die Funktionsfähigkeit der Märkte durch die Rückgewährung von Gestaltungsfreiheiten an die Akteure innerhalb von Wertschöpfungsthemen sicher zu stellen.
Das Buch „Vielfalt durch Gestaltungsfreiheit im Wettbewerb“ von Dieter Ahlert, Peter Kenning, Rainer Olbrich und Hendrik Schröder ist im Verlag C. H. Beck erschienen, ISBN-13: 978-3406627446.Dr. Günther Schulte