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Eigenkapitaldefinition der IAS 32 - eine unendliche Geschichte

Nach einem neuen Diskussionspapier des IAS-Boards von Mitte Oktober und einem Joint Board Meeting mit dem amerikanischen FASB ist die zukünftige Behandlung der Eigenkapitaldefinition weiterhin unklar

28.10.2008

Brüssel, 27.10.2008 - Nachdem das IAS-Board harsche Kritik erfahren hat, als es Anfang des Jahres lediglich die amerikanischen Vorschläge des FASB zur Diskussion gestellt hat, nicht aber die aus unserer Sicht allein akzeptablen europäischen (EFRAC) Vorschläge (der ZGV berichtete im Detail) haben im Oktober überraschend die Mitarbeiter des Boards ein neues Papier lanciert, in dem ein neuer Vorschlag, der sog. perpetual approach vorgestellt wurde. Auch dieser Ansatz führt für Genossenschaften und Personengesellschaften aufgrund der Kündbarkeit der gesellschaftsrechtlichen Beteiligung zu einem Ausschluss des hergegebenen Geldes als Eigenkapital. Auch in einer am 21. Oktober durchgeführten gemeinsamen Sitzung von IASB und FASB kam keine endgültige Entscheidung zustande. Nach wie vor ist der basic owner approach des FASB sowie der perpetual approach des IASB in der Diskussion, die im November 2008 fortgeführt wird.

Ebenso unerfreulich ist die Tatsache, dass das Board in den IFRS for private entities (vormals for SME) die Kriterien der IAS 32 für puttable instruments als Eigenkapitaldefinition übernommen hat, da man die Ergänzungen übernehmen will, wären nach diesem Vorschlag lediglich die Genossenschaften Eigenkapitalmäßig gesehen, außen vor. Dieses seltsam anmutende Verfahren des IAS-Boards hat erheblichen Widerspruch hervorgerufen, nicht zuletzt seitens der Kommission. Fazit: Die Entwicklung ist unerfreulich. Die Anstrengungen, eine akzeptable Lösung herbeizuführen, werden weiter intensiv fortgeführt.

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