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EHI-Möbelreport 2006: Kooperierender Möbelhandel deutlich im Plus

ZGV: Umsätze und Marktanteile erneut gesteigert — Kundennähe und Service als Erfolgsrezept

26.06.2007

Berlin, 2.7.2007. Das Jahr 2006 war für die deutsche Möbelwirtschaft, und hier insbesondere für die in Verbundgruppen organisierten Möbel- und Küchenhandelsunternehmen, aus konjunktureller Sicht ein erfolgreiches Jahr. Der negative Branchentrend der Vorjahre konnte gebrochen und die Umsätze auf nun 19 Mrd EURO (Vorjahr 18,16) kräftig gesteigert werden. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Fortschreibung für 2006 des vom EHI Retail Institute seit 1999 jährlich vorgelegten Reports über „Marktvolumen und Distributionsstruktur des Handels mit Möbeln“.

Der Sprecher der Fachgruppe Möbel des ZGV und VME-Geschäftsführer, Günther Böhme, erklärte anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse: „Die aktuelle Studie des EHI belegt erneut die Wettbewerbsfähigkeit der in den Verbundgruppen organisierten Möbel- und Küchenhandelsunternehmen. Während der Marktanteil der kooperierenden Händler von 62,5% in 2006 gegenüber dem Vorjahr (61,5%) gestiegen ist, haben die verbundunabhängigen Unternehmen an Boden verloren“. Diese Entwicklung dürfe allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der Konzentrationsprozess zugunsten der Großen im Möbelhandel und unter den Verbundgruppen weiter verschärft habe, so Böhme. „Einige Gruppierungen haben fusioniert, um für die Zukunft besser aufgestellt zu sein. Wie auch immer: Der mittelständische Händler ist mit seinen besonderen Vorzügen wie Kundennähe, Service und attraktiven Sortimenten nach wie vor für den Möbelkunden von herausragender Bedeutung und wird es auch mit Hilfe der Kooperationen weiterhin bleiben“, sagte Fachgruppensprecher Böhme.

Wie der ZGV-Partner möbel kultur unter Bezugnahme auf die EHI-Zahlen aktuell berichtet, haben sowohl die Möbelhersteller als auch der Möbelhandel an der kräftigen Erholung der Gesamtwirtschaft 2006 deutlich stärker partizipiert als Industrie und Einzelhandel insgesamt. Insbesondere die über Monate heftig diskutierte Mehrwertsteuererhöhung zum Jahresbeginn 2007 habe dem Einzelhandel mit Wohnmöbeln im letzten Quartal durch vorgezogene Käufe der Verbraucher einen kräftigen Nachfrageboom gebracht, so die möbel kultur. Die Umsätze des Fachhandels hätten den EHI-Zahlen zufolge in diesem Zeitraum um 18 Prozent über den zur gleichen Vorjahreszeit erzielten Ergebnissen gelegen. Nur der Einzelhandel mit Kraftfahrzeugen habe von den Vorzieheffekten durch die Mehrwertsteuererhöhung ähnlich stark profitiert.

Der traditionelle Fachhandel spielt gemäß der EHI-Erhebung in der Möbelbranche nach wie vor die dominierende Rolle. Seit 2004 ist sein Marktanteil — entgegen dem Trend in anderen Einzelhandelsbranchen — sogar wieder gestiegen. „Mehr als drei Viertel aller Möbelkäufe in Deutschland erfolgen erfolgten in Fachgeschäften, von denen der überwiegende — und ständig wachsende — Teil in Verbundgruppen organisiert ist“, so die möbel kultur. Nach den EHI-Berechnungen stiegen die Umsätze des kooperierenden Möbeleinzelhandels 2006 gegenüber dem Vorjahr deutlich stärker als der Gesamtmarkt, nämlich um 4,6 Prozent, während der verbandsunabhängige Möbelfachhandel — dem Trend der Vorjahre folgend — einen Rückgang seiner Umsätze um 3,1 Prozent hinnehmen musste.

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