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Effizienterer und fairerer Binnenmarkt im Handel und Vertrieb bis 2020

Die Kommission hat einen Bericht zu den von ihr eingeleiteten „Überwachungen“ des Handels zur Diskussion gestellt.

11.07.2010

Der Bericht bezieht sich schwerpunktmäßig auf den Lebensmittelhandel. Es wird festgestellt, dass insbesondere in kleinen- und mittelgroßen Städten aufgrund des Strukturwandels im Handel von den Verbrauchern ein umfassendes Waren- und Diensteistungsangebot vermisst wird. Daraus folgt die Frage wie der Zugang zu Läden und mehr Produktvielfalt Vielfalt verbessert werden kann und der elektronische Handel als von der Kommission ins Auge gefasste Lösung vieler Binnenmarktprobleme weiterentwickelt werden kann.

Der Bericht umfasst sowohl Fragen der Zulassung von neuen Läden, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des öffentlichen (Bau-)Rechts, der Abschottung von Märkten, insbesondere im Internethandel, der Bewertung von unfairen Praktiken, der Problematik des Verkaufs unter Selbstkosten. Insbesondere für die Frage der teilweise als unfair gefundenen Beziehungen zwischen den Akteuren der Versorgungskette im Lebensmittelhandel müssten erste neue Lösungsansätze gefunden werden.

Die Darstellung der Situation im Handel ist allein schon deswegen lesenswert, weil sie die Denkweise der Kommission, hier der Generaldirektion Binnenmarkt, darstellt. Sie zeigt auf, inwieweit das Bild zu verbessern ist, wobei man fairerweise berücksichtigen muss, dass die Kommission aus 27 Mitgliedstaaten ein Gesamtbild entwirft, das zumindest für Deutschland in vielen Punkten nicht zutreffend ist. Anhand der Analyse beziffert die Kommission zahlreiche politisch zu bearbeitende Felder, wie z.B. die Fragen der Regelung des unlauteren Wettbewerbs, der mangelnden Transparenz der Qualitätssysteme, aber auch Fragen der unterschiedlichen Arbeitsbedingungen einer angeblich mangelnden Information der Verbraucher über Leistungen im Rahmen der Social Responsibility, bis hin zur Frage der nachhaltigen Wirtschaft im Bereich der Logistik und der Energieeffizienz.

Der Bericht ist unter http://ec.europa.eu/internal_market/retail/docs/monitoring_report_de.pdf
abzurufen

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