E-Commerce: Nur zögerlicher Einsatz elektronischer Signaturen
Aktuelle Untersuchung der EU-Kommission
19.07.2006
Die elektronische Unterschrift im Internet wird nur zögerlich von den Verbrauchern angenommen und der europäische Markt für E-Commerce damit wichtiger
Wachstumspotentiale beraubt. Zu diesem Ergebnis kommt die EU-Kommission in ihrer aktuellen Untersuchung zur Verbreitung elektronischer Unterschriften in Europa.
Zwar haben alle 25 Mitgliedstaaten die EU-Richtlinie zur Anerkennung von elektronischen Unterschriften in nationales Recht umgesetzt. Die grenzüberschreitende Anwendung der Technologie findet jedoch in der EU kaum statt. Außerdem bleibt die Verbreitung von sicheren Softwareprogrammen, mit denen Unterschriften eindeutig erkannt werden können, hinter den Erwartungen der EU-Kommission zurück. Lediglich elektronische ID-Karten und die Anwendung elektronischer Unterschriften im Verkehr mit Behörden
– wie zum Beispiel durch die elektronische Steuererklärung
– könnten die Verbreitung der Technologie
nachhaltig fördern.
In den kommenden Monaten will die EUKommission mit den Mitgliedstaaten und Branchenexperten beraten und einen möglichen Handlungsbedarf ausloten. Denkbar ist eine stärkere Standardisierung im Bereich von e-Unterschriften.
Bis Ende 2006 will Brüssel einen Bericht über mögliche Eueinheitliche Standards für elektronische Unterschriften vorlegen.