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Digitale Revolution: Europäer profitieren kaum

Die Europäer verfügen heute zwar über grundlegende digitale Netze und Dienste, sie profitieren aber kaum von den Vorteilen der digitalen Revolution. Dies geht aus dem Mitte Juni veröffentlichten jährlichen Fortschrittsanzeiger zur Digitalen Agenda der EU-Kommission hervor.

19.07.2013

Brüssel, 10.07.2013 — Die Europäer verfügen heute zwar über grundlegende digitale Netze und Dienste, aufgrund von Problemen in Europas Telekommunikationssektor und auf den digitalen Märkten profitieren sie aber kaum von den wichtigsten gegenwärtigen und künftigen Vorteilen der digitalen Revolution. Dies geht aus dem jährlich veröffentlichten Fortschrittsanzeiger zur Digitalen Agenda hervor, den die Europäische Kommission Mitte Juni veröffentlicht hat. Als Antwort auf die Forderung des Europäischen Rates nach einem Telekommunikationsbinnenmarkt will die Kommission im weiteren Jahresverlauf Vorschläge für konkrete Maßnahmen vorlegen, um die Probleme anzugehen.

Die Kommission kommt in ihrem Fortschrittsanzeiger unter anderem zu folgenden Hauptergebnissen:

  1. Grundlegende Breitbandanschlüsse gibt es inzwischen praktisch überall in Europa.
  2. Schnelle Breitbandverbindungen erreichen inzwischen fast die Hälfte der Bevölkerung, aber nur 2 Prozent der Privathaushalte haben ultraschnelle Breibandanschlüsse, was noch weit vom 50-Prozent-Ziel der EU für 2020 entfernt ist.
  3. Internetzugänge werden zunehmend mobil - 36 Prozent der EU-Bürger gehen mit Laptops oder anderen mobilen Geräten ins Internet.
  4. 50 Prozent der EU-Bürger haben keine oder nur geringe Computerkenntnisse - 40 Prozent der Unternehmen, die IT-Fachkräfte einstellen oder suchen, haben Schwierigkeiten, geeignete Bewerber zu finden.
  5. 70 Prozent der Europäer nutzen das Internet heute regelmäßig mindestens einmal pro Woche (gegenüber 67 Prozent im Vorjahr).
  6. Der Online-Handel nimmt stetig zu, aber kaum über Grenzen hinweg - 45 Prozent der Europäer kaufen im Internet Waren und Dienstleistungen ein (eine leichte Steigerung gegenüber 43 Prozent im Vorjahr), aber nur sehr wenige davon auch in einem anderen Land.


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