Die E-Bilanz kommt
Zukünftig müssen alle bilanzierenden Unternehmen ihre Jahresabschlüsse elektronisch an die Finanzverwaltung übermitteln. Was bedeutet das für Mittelstand und Kooperationen?
14.10.2011
13. Oktober 2011, Nürnberg. Nun ist es amtlich: Laut Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 28. September sind die Jahresabschlüsse 2012 aller bilanzierenden Unternehmen formal nicht mehr auf Papier, sondern digital an die Finanzverwaltung zu übermitteln. Das berichtet die Datev eG, der genossenschaftliche IT-Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte.
Für das erste Jahr räumt das Ministerium jedoch eine Ausnahme ein: Die „Nichtbeanstandung einer Papiereinreichung im Erstjahr der Anwendung“ erlaubt es, die Jahresabschlüsse 2012 auf dem bisherigen Papierweg einzureichen. Für die Jahresabschlüsse 2013 ist die digitale Einreichung dann verpflichtend. DER MITTELSTANDSVERBUND empfiehlt, bereits 2012 die Finanzbuchhaltung auf die neuen Anforderungen umzustellen, um so in jedem Fall ab 2013 auf der sichereren Seit zu sein.
Mit dem BMF-Schreiben hat die Finanzverwaltung auch die sogenannte Taxonomie definiert und damit Vorgaben zu Umfang und Aufbau der Steuerbilanz gemacht. Folglich stellt die DATEV zum Jahreswechsel 2011/2012 für die E-Bilanz angepasste Kontenrahmen und im Laufe des Jahres 2012 auch den Assistenten zur Übermittlung der Daten zur Verfügung, weitere Informationen dazu HIER.
Die Beantwortung der Fragen um das Thema E-Bilanz steht im Mittelpunkt eines aktuellen Workshops der neu gegründeten Akademie der Verbundgruppen am 24. November in Köln, den die ADV in Köln durchführt. Nähere Informationen zur Veranstaltung erhalten alle Mitglieder des MITTELSTANDSVERBUNDES in Kürze.