MENÜ MENÜ

Copa Generalversammlung 2010: Wege aus der Krise

Das Copa-Forum 2010 fand in Straßburg statt. Für zwei Tage wurde die europäische Hauptstadt zum Zentrum der Bodenbelagswelt

22.06.2010

Ein Branchen-Event der Sonderklasse war das Copa- Forum 2010 in Straßburg. Rund 180 Teilnehmer waren der Einladung von Manfred Birkenstock, Vorstand der Copa eG gefolgt, um Kontakte aufzubauen, zu pflegen und zu vertiefen. Die Copa selbst und die verbundene Kooperation Rigromont repräsentieren mit ihren Mitgliedern einen Großteil des relevanten Großhandels, dazu waren alle renommierten Lieferanten von Bodenbelägen, Verlegewerkstoffen, Zubehör und Werkzeug vertreten.

Besonders wichtig war es den Organisatoren auch in diesem Jahr, eine Plattform zu bieten, die den Dialog zwischen der Industrie und dem Großhandel fördert. Miteinander statt gegeneinander, konzertierte Aktion statt Egoismen — so lassen sich die allfälligen Probleme besser bewältigen. Die Zeiten für die Branche sind schwierig, was sich nicht allein in der allgemeinen Wirtschaftskrise begründet, sondern auch in einem lange überfälligen Strukturwandel, der sich jetzt verstärkt Bahn bricht, beschleunigt durch die lahmende Konjunktur. Das Motto des Copa-Forums 2010 war dementsprechend mit „Wege aus der Krise“ perfekt gewählt.

Die Marke als Instrument der Krisenbewältigung stand am zweiten Tag der Veranstaltung im Mittelpunkt. Einleitend erklärte Dr. Andreas Kaapke, Geschäftsführer des Instituts für Handelsforschung in Köln, wie man effektiv und nutzbringend mit Handelsmarken agiert. Dazu führte er den Nutzen der Marke sowohl aus der Sicht des Nachfragers auf — Orientierungshilfe, Qualitätssicherung, Identifikation, Prestige, Vertrauen —, wie auch der des Anbieters — preispolitischer Spielraum, Plattform für neue Produkte, Differenzierung gegenüber der Konkurrenz, Kundenbindung und Wertsteigerung des Unternehmens. Wichtige Markenelemente sind laut Kaapke Einzigartigkeit, eine eindeutige Positionierung, eine werbende Funktion (die Marke kommuniziert mit der Zielgruppe), Verdrängung (die Marke ist so stark, dass sich der Wettbewerb schwer tut) und eine Signalfunktion, das heißt, einzelne Bestandteile reichen schon aus, um die Marke zu erkennen, etwa eine bestimmte Farben-Kombination.

Den Abschluss der gelungenen Veranstaltung bildete der Ausblick von Trendforscher Matthias Horx in die „Zukunft von Bauen und Wohnen“. Sein Zukunftsinstitut hat sich als einer der einflussreichsten Think-Tanks der europäischen Zukunfts und Trendforschung etabliert. Mit einem kurzweiligen Parforce-Ritt führte Horx vom Allgemeinen — der generellen Definition von Metatrends, Megatrends und Produkttrends — bis hin zum persönlichen Beispiel, nämlich der Einrichtung seines jüngst erbauten Privathauses. Auf dem Weg dorthin beleuchtete er einige Mega Trends wie Globalisierung, Frauen, Individualisierung und Down-Aging — und erklärte auch, wie sie sich auf Bauen und Wohnen auswirken werden; von Materialien über Grundrisse bis zu Funktionen.

QUELLE: BTH-Heimtex

Zurück zur Übersicht