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Chancen jetzt ergreifen — Erbschaftsteuer mittelstandsfreundlich gestalten

Nach zwei Jahren intensiver Diskussion muss die Politik ihre Versprechen endlich einlösen: Unternehmensübergänge müssen erbschaftsteuerfrei möglich sein

05.11.2008

In der Nacht des 3. November sind die Gespräche der Koalition zur Erbschaftsteuerreform erneut vertagt worden. Wilfried Hollmann, Präsident des Zentralverbandes Gewerblicher Verbundgruppen (ZGV) erklärt dazu:

„Nach zwei Jahren intensiver Diskussion muss die Politik ihre Versprechen endlich einlösen: Unternehmensübergänge müssen erbschaftsteuerfrei möglich sein.“

Der Mittelstand unterstützt daher den Vorschlag, bei zehnjähriger Fortführung eines Unternehmens die Erbschaftsteuer komplett entfallen zu lassen. Diese Regelung darf aber nicht nur für sog. produktives Betriebsvermögen gelten, sondern muss auch das Verwaltungsvermögen mindestens bis zur Hälfte miteinbeziehen. Bei kürzeren Fortführungszeiten mit einer fünf- oder siebenjährigen Veräußerungssperre wäre eine anteilige Besteuerung des Betriebsvermögens bis maximal 15% sachgerecht."

Gerade in der aktuellen Wirtschaftslage sei jede unnötige Knebelung und Verunsicherung der mittelständischen Unternehmen Gift für die gesamte deutsche Volkswirtschaft, so Hollmann weiter. Der Mittelstand als größter Arbeitgeber und Anbieter von Ausbildungsplätzen braucht dringend Planungssicherheit. Für diese Unternehmen stellt jedoch die Erbschaftsteuer eine große Belastung dar. Sie entsteht nicht nur finanziell, sondern auch durch die zu erwartende überbordende Bürokratie mit hohen Zusatzkosten und Risiken.
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