BÄKO-Zentrale Süddeutschland punktet mit Eigenmarken
Auf der Generalversammlung in Wiesbaden präsentierte sich die BÄKO-Zentrale Süddeutschland mit vielfältigen neuen Initiativen und einem gesunden Wachstum - trotz Turbulenzen auf den Beschaffungsmärkten.
10.06.2011
Wiesbaden, 7 Juni 2011. Trotz meist spekulationsbedingter Preiskapriolen auf den Beschaffungsmärkten von Lebensmittelrohstoffen, die sich auf das Backhandwerk unmittelbar auswirken, konnte die BÄKO-Zentrale Süddeutschland im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2010 ihren Umsatz um 3,9 % auf 638.640.943 Euro steigern. Der geschäftsführende Vorstand Holger Knieling führte dies in erster Linie auf die konsequente Erweiterung der für die Mitglieder margenstarken Eigenmarken zurück. Der Umsatzanteil belaufe sich zwischenzeitlich auf 76,5 Mill. Euro, was eine Steigerung von 15,5 % gegenüber dem Vorjahr bedeute. Notwendig für die Zukunft sei eine noch intensivere Befassung mit dem „Kampf um die Rohstoffe“. Knieling hierzu wörtlich „Ich fürchte, dass wir die Dimension der Veränderung noch nicht richtig begriffen haben“.
Auch der Hauptgeschäftsführer des MITTELSTANDSVERBUNDES — ZGV, Dr. Ludwig Veltmann, warnte in seinem Grußwort davor, die aktuellen positiven Wirtschaftssignale, insbesondere die Wachstumszahlen des Bruttoinlandsprodukts und die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen, bei der Zukunftsplanung über zu bewerten. „Am Himmel über unseren Unternehmen“ hielten sich „hartnäckig dunkle Wolken und drohen sich zu einer Gewitterfront zu verdichten“. Besonders augenfällig seien die überstrapazierten öffentlichen Haushalte, die in ihren Auswirkungen unkalkulierbare gewaltige Energiewende, die die Politik derzeit vollziehe, der sich ausweitende Mangel an Fach- und Führungskräften sowie die Konkurrenz um Rohstoffe aus den Schwellenländern und der Energiebranche. Vor diesem Szenario sei der einzelne Bäcker mehr den je auf einen engen Schulterschluss zu Gleichgesinnten angewiesen. Die BÄKO bestätige sich hierbei als „geniales Netzwerk“.