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BÄKO will grundlegenden Marktveränderungen begegnen.

Bei der Generalversammlung der BÄKO-ZENTRALE NORD eG mahnt Henning zur richtigen Aufstellung für die Zukunft

12.09.2012

Hamburg, 12. September 2012: Der geschäftsführende Vorstand der BÄKO-ZENTRALE NORD eG, Lutz Henning, nutzte die diesjährige Generalversammlung in Hamburg für einen leidenschaftlichen Appell an die Mitgliedsgenossenschaften. Die grundlegenden Veränderungen der Bezugs- und Absatzmärkte werfen für das backende Handwerk eine Schicksalsfrage auf: "Wie steht es im Wettbewerb der Systeme um die Stärke unserer BÄKO?" leitete er sein Szenario ein. Mit einem statistischen Vergleich der Marktanteile des Lebensmitteleinzelhandels und anderer Backwarenanbieter hob er die dramatischen Veränderungen zu Ungunsten der eigenen Branche hervor. Auch innerhalb der Branche gebe es drastische Veränderungen: zwischenzeitlich bedienten 3,2 Prozent der Backbetriebe bereits mehr als 60 Prozent des Marktes.

Trotz der gewaltigen Herausforderungen habe sich die BÄKO-ZENTRALE NORD eG gut behaupten können. Das Jahr 2012 habe mit einem Gesamtumsatz von rd. 767 Mio. € um rd. 6 Prozent besser als das Vorjahr abgeschlossen werden können. Besonderes Profil habe die Gruppe durch den konsequenten Ausbau der Eigenmarken gewonnen. Eigenmarken bezeichnete Henning als wirkungsvolles Instrument zur dauerhaften strategischen Marktpositionierung.

Der Präsident des MITTELSTANDSVERBUNDES, Wilfried Hollmann, gratulierte der BÄKO zu der beeindruckenden Wirtschaftskraft und der herausragenden Serviceleistung für die Mitglieder. Er dankte der BÄKO für die entschlossene Unterstützung und Wahrnehmung des Angebots der im vergangenen Jahr geschaffenen Akademie der Verbundgruppen (ADV). Hollmann unterstrich die Notwendigkeit der entschlossenen politischen Interessenvertretung für den Mittelstand. Am Beispiel der aktuellen Energiepolitik machte er deutlich, dass dringender Handlungsbedarf bestehe. Erst am Vorabend habe er mit Mitgliedern der Bundesregierung, darunter Bundesumweltminister Peter Altmaier und Bundeswirtschaftsminister Phillip Rösler, über das Gesetz zur Erneuerbaren Energie (EEG) gesprochen und sei hierbei auf Verständnis für die Anliegen des kooperierenden Mittelstandes gestoßen. Die Bundespolitiker wollen noch in dieser Legislaturperiode für eine Veränderung des EEG eintreten. Ziel müsse sein, eine Explosion der Energiekosten zu verhindern.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates und zugleich Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks, Peter Becker, appellierte an die Regionalgenossenschaften, die Kräfte innerhalb der Gruppe noch besser zu bündeln und nannte als Beispiel den Einkauf, der stärker zentralisiert werden könne. Bezug nehmend auf das Tagungsmotto "Mit Tradition in die Zukunft" erläuterte er: "Tradition ist nicht die Pflege der Asche, sondern die Weitergabe der Flamme". Auch die Aufsichtsräte trügen hierbei eine wachsende Verantwortung. Deshalb müssten gerade auch sie verstärkt die Schulungsmöglichkeiten nutzen, die die Organisation biete.

Für die Rechtsform der eingetragenen Genossenschaften brach DGRV-Vorstand Dirk Lehnhoff in seinem Grußwort eine Lanze. "Entscheidungsträger in Genossenschaften stehen für ihre Tätigkeit persönlich ein. Die DO- Versicherungsmentalität gilt für Genossenschaften nicht".

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