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Autoteile: Erfolgreich zwischen Handel und Hersteller

Über drei Studien zur Veränderungen auf dem Markt für Autoteile, Reifen, Automobile diskutierten 35 Vertreter aus 16 Verbundgruppen und Franchisesystemen am 27. September 2004 auf Schloss Montabaur.

30.09.2004

35 Vertreter aus 16 Verbundgruppen und Franchisesystemen erörterten in einer sehr offen geführten Diskussion am 27. September 2004 auf Schloss Montabaur die Veränderungstreiber auf dem Markt für Autoteile, Reifen, Automobile und deren Werkstatt und Dienstleitungsnetze. Die Grundlage für die Diskussion bildeten drei Studien.

Die im Auftrag des ZGV von der Universität des Saarlandes und der Unternehmensberatung IBB bereits in 2003 vorgestellten Studienergebnisse wurden von ZGV- Geschäftsführer Jörg Glaser an der Kooperationswirklichkeit gemessen: Nachweisbar sei ein starker Konzentrationsprozess, der die reine Anzahl der Verbundgruppen innerhalb der 40 Branchen des ZGVs schrumpfen lasse. Weiter könne festgestellt werden, dass die Kooperationen, welche in der vertikalen Wertschöpfungskette zwischen Lieferanten und Anschlusshäusern mit echten Handelsfunktionen aktiv seien, sich ein besseres und nachhaltigeres „Standing“ in den Märkten erarbeitet haben. Ebenfalls klar zu beobachten sei, dass die Gruppen, die eine Möglichkeit der Steuerung ihrer Anschlusshäuser umgesetzt haben (verbindliche Beschaffungs- oder Absatz und Marketingkonzepte) ebenfalls zu den Gewinnern zählen werden.

Helmut Wolk von der Wolk Partner Car Consult ergänzte dieses Bild der vertikalen Kooperationsdynamik durch eine konkrete Betrachtung der Teil- Märkte Kfz- Teile, Reifen und Glas und seiner Systeme. Er kam in seinem umfassenden Autoteilereport unter anderem zu dem Ergebnis, dass neben den sich neu entwickelnden Strukturen des im Automobilhandels die sogenannten „Router“ eine neue Bedeutung auf dem Reparaturmarkt erhalten werden: Von Versicherungen über Leasing- Gesellschaften, über den omnipräsenten ADAC bis hin zu Eintragungen der nächstgelegenen Werkstatt in das Navigationssystem reichen die subtilen Kundenzuführungssysteme der Zukunft.

Jörn Bülow, Vorstand des Softwarehouse Siller AG in Heilbronn informierte über eine Untersuchung zum IT-Einsatz im Automobilhandelsgruppen. Er stellte heraus, dass nur wenige Systeme in der Lage seien, die komplexen Anforderungen in der Werkstatt und an einen durchgängigen Informationsverbund abzubilden.

Die Vertreter von Carat, Thomas Vollmar und teamreifen Heinz-Jürgen Schönfeld führten die ausführliche Diskussion an. Schönfeld skizzierte den Teilnehmer das neue Kommunikationskonzept seiner Gruppe während Vollmar die schon einige Jahre erprobte intensive Zusammenarbeit mit den Herstellern beschrieb. Für den sogenannten Automotive Markt lasse sich in jedem Fall eine Konvergenz zwischen Verbundgruppen und Franchisesystemen sowie Händlervereinigungen der Hersteller feststellen, neue Wirtschaftstufen übergreifende Netzwerke seien deutlich auf dem Vormarsch.

Der ZGV plant weitere Veranstaltungen dieser Art . Informationen zu der Veranstaltung, den Studien oder den Teilnehmern erhalten Sie gerne von j.glaser@zgv-online.de. Eine CD mit den Vorträgen kann abgerufen werden.

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