Ausbildungsmarkt: Bewerber werden knapp
Die jüngsten Zahlen des IW Köln zeigen: Der Ausbildungsmarkt in Deutschland wendet sich zunehmend zu Gunsten der Bewerber. Während diese von einer starken Ausweitung der Ausbildungsplätze profitieren, bekommen die Unternehmen die demografische Lücke zu spüren. Vielerorts gibt es zu wenig Bewerber.
08.04.2011
Köln, 1. April 2011. Die jüngsten Zahlen des IW Köln zeigen: Der Ausbildungsmarkt wendet sich zunehmend zu Gunsten der Bewerber. Während diese von einer starken Ausweitung der Ausbildungsplätze profitieren, bekommen die Unternehmen die demografische Lücke zu spüren. Vielerorts gibt es zu wenig Bewerber.
Die Unternehmen wollen verstärkt ausbilden
Jetzt sind die ersten offiziellen Zahlen zur Situation am Ausbildungsmarkt verfügbar. Nach einer Meldung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat sich die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze#12288;— betriebliche und außerbetriebliche#12288;— um 14,3 Prozent, die der Ausbildungsbewerber hingegen nur um 1,4 Prozent erhöht. Wie die Situation zu Beginn des Ausbildungsjahrs im September aussehen wird, lässt sich hieran zwar nicht so ohne weiteres ablesen. Aber der IW-Qualifizierungsmonitor tendiert in die gleiche Richtung. Danach wollen die Unternehmen ihr Ausbildungsengagement 2011 deutlich ausweiten. Jedes fünfte Unternehmen will mehr Ausbildungsplätze anbieten als im Jahr 2009. Lediglich jedes zehnte will das Angebot zurückfahren. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 blieb das Angebot gegenüber dem Vorjahr annähernd konstant. Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Ausbildungsmarkt scheinen somit überwunden.
Zahl der Schulabgänger rückläufig
Ob sich die Ausbildungsplanungen der Unternehmen allerdings realisieren lassen, hängt entscheidend davon ab, ob diese auch genügend Bewerber finden, so die Experten des IW Köln. Denn die Zahl der Schulabgänger geht weiter zurück. Lediglich die „doppelten" Abiturjahrgänge — dieses Jahr in Bayern und Niedersachsen — laufen hier gegen den Trend.