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anwr Schuh gut gerüstet

Stärkung der Mitgliederbetreuung - Akzeptanz der Warenprogramme und Messen

16.03.2010

Die anwr Schuh blickt auf ein insgesamt zufriedenstellendes Jahr 2009 zurück. Im Bereich der Zentralregulierung erhöhte der führende Handelsverbund im europäischen Schuhmarkt seine Umsätze um 0,9% auf 847,9 Mio. €. In Deutschland mit einem Plus von 1,4% und Benelux mit 2,9% war die Entwicklung sogar etwas positiver. Schwerer taten sich dagegen Österreich mit -2,4% und Frankreich mit -2,5%. Besonders hart hat die Wirtschaftskrise - u.a. aufgrund der Wechselkurs-Thematik - den skandinavischen Raum getroffen, so dass das Minus mit 13% deutlich größer ausfiel als in der übrigen Euro-Zone.

Umsatzplus auch bei den Händlern

Mit einem Umsatzplus schlossen im Durchschnitt auch die angeschlossenen Handelsunternehmen ab. Betrachtet man einmal die Umsatzentwicklung zu Verkaufspreisen, dann legten die Schuhhändler in Deutschland im Schnitt um 1,7 % zu.

· Unternehmen gesamt: +1,7%

· Fachgeschäfte: +1,5%

· QUICK SCHUH: +3,7%

Dabei schlug der Dezember 2009 noch einmal ordentlich zu Buche. Er bescherte den Schuhhändlern beispielsweise ein Umsatzplus von 18 %. Trotz der frostigen Temperaturen zu Beginn des Jahres und des insgesamt sehr langen Winters ist auch der bisherige Jahresverlauf nicht besorgniserregend. Zwar fiel der Januar etwas schlechter als die vergleichbare Vorgabe des Vorjahres aus (102,5% gegenüber 104,1%). Mit einem Plus von 4,2% liegt der Februar allerdings deutlich besser als der Februar 2009, in dem die deutschen Schuhhändler ein Minus von 15,9% zu verbuchen hatten. Aufgelaufen liegen die deutschen anwr Schuhhändler aktuell bei einem Plus von 3,2% gegenüber einem Minus von 5,7% im Vorjahr. Überdurchschnittlich gut verläuft die Entwicklung derzeit in den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern. Schwerer tun sich dagegen Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Berlin und Schleswig-Holstein sowie Hamburg und Bremen. Hier hat der Winter deutliche Spuren hinterlassen, und 57 Tage geschlossenen Schneedecke in Berlin sprechen eine deutliche Sprache.

Konzentration im Handel setzt sich fort

Insgesamt ist die anwr Schuh von der Wirtschafts- und Finanzkrise bis dato weitestgehend verschont geblieben und konnte 2009 erneut zahlreiche Händler für sich gewinnen. Dennoch setzt sich der Trend zur Konzentration im Handel ungebrochen fort. In der Bewegungsbilanz der anwr Mitgliedsunternehmen stehen für Deutschland zum Jahresende 11 Neuzugängen 44 Abgänge gegenüber, von denen der Großteil in Geschäftsaufgaben begründet ist. Demgegenüber steht ein Plus in den deutschen Verkaufsstellen um 93 von 3.000 im Jahr 2008 auf nunmehr 3.093 Verkaufsstellen Ende 2009. Damit zählen zum Jahresende 2009 insgesamt 1.563 Unternehmen mit 4.576 Verkaufsstellen zur anwr Schuh.

Ausblick: Vorsicht geboten! Konsumklima insgesamt eher schwach

Beim Blick auf verschiedene Konsumindikatoren scheint es, dass dem privaten Verbrauch ein schwieriges Jahr bevorsteht. Die Gründe liegen in dem zu erwartenden Anstieg der Arbeitslosigkeit, der zunehmenden Angst vor Jobverlust und der pessimistischen Einschätzung der Einkommensentwicklung. Für das Konsumklima darf man insofern keine Entwarnung geben, man muss aber auch kein Katastrophenszenario an die Wand malen.

Betreuungsoffensive: Kontinuität und persönliche Nähe prägen 2010

In 2010 wird die anwr Schuh noch intensiver auf ihre Mitglieder zugehen. Der neue Mitgliederbeirat hat 2009 seine Arbeit aufgenommen und das Projekt Mitgliederbetreuung steht kurz vor seinem Abschluss. In Workshops und Mitgliederbefragungen hat die anwr Schuh die Ausgangslage analysiert und erste Maßnahmen eingeleitet.

So wurde 2009 bereits kräftig in die persönliche Betreuung der Mitglieder investiert. Heute stehen in der anwr-Zentrale in Mainhausen alleine 20 Mitarbeiter ausschließlich für die Betreuung der Händler zur Verfügung, davon dreizehn Mitarbeiter im Außendienst für die Händlerbetreuung vor Ort.

Und auch die Betreuungsfelder sind zusammen mit den Händlern festgelegt worden. Die anwr Schuh konzentriert sich zukünftig auf die Themen:

· Strategische Unternehmensbilanz (in Zusammenarbeit mit der BBE München)

· Limit- und Nachorderkontrolle

· Lieferantenanalyse und Sortimentsplanung

· Rentabilitätsberechnung / betriebswirtschaftlicher Kurzcheck

· Werbeplanung

· Serviceplanung

Dieses Themenspektrum wird ergänzt um die Umsatz-Schnell-Information und das HandelsNavi, den Betriebsvergleich der anwr-Gruppe. Allein an diesem Betriebsvergleich nehmen gut 500 Schuh- und Sporthändler teil, so dass sich die Händler ausgezeichnet mit ähnlich strukturierten Unternehmen vergleichen können. Hinzu kommen 38 Erfa-Tagungen der anwr Schuh, in denen sich die Händler untereinander austauschen können.

Zustimmung für BestPartner-Fokusprogramm

Der neue Weg bei BestPartner wird offensichtlich angenommen. Zwar geht nicht jedes Unternehmen die Umstellung auf die Mitglieder-Finanzierung mit. Doch insgesamt kommt der neue Kurs beim Kern der BestPartner-Schuhhäuser gut an. Bereits über 100 Zusagen zur Fortführung der Konzeption liegen vor. Überzeugt hat vor diesem Hintergrund insbesondere das Drei-Säulen-Konzept mit der Säule Markenwelt, der Säule Fachberatung und der Säule Kundenfokus.

Messen mit starkem Zuwachs

Sehr erfreulich stellt sich die Entwicklung im Bereich der anwr Messen dar. Die beiden Messen zum Auftakt, die anwr First und die anwr Second verbuchten einen deutlichen Besucheranstieg gegenüber dem Vorjahr. So waren zuletzt auf der anwr Second über 220 Unternehmen mit gut 500 Besuchern auf dem anwr CAMPUS.

Möglich gemacht hat diese Entwicklung der konsequente Ausbau des anwr Campus zu einem Messe- und Eventcenter in der Mitte Deutschlands. Die anwr-Gruppe hatte 2009 ihr bestehendes Großhandelslager ausgelagert und zusätzlich zur bestehenden Messehalle ‚Hall of sports‘ vier weitere Messehallen aufgebaut mit einer Gesamt-Ausstellungsfläche von rund 5.000 qm. Darüber hinaus wird weiter am Komfort für Besucher und Aussteller gearbeitet. So werden beispielsweise in Kürze knapp 300 weitere Parkplätze auf dem Gelände entstehen. Den krönenden Abschluss der bisherigen Messesaison bilden die anwr Fashion Days am 24./25. März, zu denen erneut über 200 Markenlieferanten ausstellen werden.

QUELLE: Pressemitteilung ek/servicegroup

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