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AK Weiterbildung: Personalentwicklungsstrategien im Fokus / Generationenwechsel in Anschlusshäusern begleiten

Strategische Personalentwicklung wird zunehmend zum zentralen Wettbewerbsfaktor der Verbundgruppen. Als Gast der aetka-Fachhandelskooperation beschäftigte sich der Arbeitskreis Weiterbildung am 29./30. März mit Konzepten aus unterschiedlichen Branchen, ein Themenschwerpunkt lag in dem Bereich der Unternehmensnachfolge.

08.04.2011

Hartmannsdorf, 29./30. März 2011. Strategische Personalentwicklung wird zunehmend zum zentralen Wettbewerbsfaktor der Verbundgruppen. Als Gast der aetka-Fachhandelskooperation beschäftigte sich der Arbeitskreis Weiterbildung am 29./30. März mit Konzepten aus unterschiedlichen Branchen, ein Themenschwerpunkt lag in dem Bereich der Unternehmensnachfolge.

Ingrid Naumann, KOMSA AG,und Uwe Bauer, aetka Communication Center AG

"Willkommen in Hartmannsdorf!" - Zu Beginn der Frühjahrssitzung des Arbeitskreises Weiterbildung begrüßte Uwe Bauer, Vorstand der aetka Communication Center AG, die Teilnehmer des Arbeitskreises herzlich und stellte die expandierende Fachhandelskooperation aus der Nähe von Chemnitz kurz vor. Dabei gewannen die Mitglieder interessante Einblicke in die Besonderheiten der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche. So sei der Markt durch wenige, starke Netzbetreiber gekennzeichnet, die zunehmend durch Konzept-Shops in den Einzelhandel drängen. Auch starke Onlineshops gewännen rasant Marktanteile, aktuell vor allem zu Lasten der Handelskonzerne. In diesem schwierigen Marktumfeld ist es der aetka-Gruppe gelungen, mit 2300 Mitgliedern und 800 gebrandeten Shops zur mitgliederstärksten IKT-Fachhandelskooperation zu werden.


Eine wichtige Rolle spiele hierbei der Bereich der Aus- und Weiterbildung. "Jeder Mensch, der zu uns kommt, ist ein Stück Zukunft!", beschrieb Personalleiterin Ingrid Naumann die Philosophie der KOMSA-Gruppe. Ein individuelles Einarbeitungsprogramm, regelmäßige Mitarbeitergespräche und ein passgenaues Entwicklungsprogramm seien dabei wichtige Bausteine. Im Rahmen der Diskussion wurden aber auch kritische Worte laut: So seien Inhalte und Qualität der staatlichen Ausbildungsgänge für die Praxis häufig nicht ausreichend, mahnte aetka-Vorstand Bauer.

Im Rahmen der anschließenden Führung lernten die Teilnehmer den Firmensitz der Gruppe schließlich hautnah kennen — vom sensiblen Bereich der Handyreparatur bis hin zum Logistikcenter.

„Personalentwicklungsdienstleistungen für die mittelständischen Anschlusshäuser werden immer wichtiger“, betonte Marc-Oliver Windbacher, Abteilungsleiter Schulung/Training und Personalentwicklung für Gesellschafter bei der Soltauer hagebau Handelsgesellschaft im Anschluss mit Nachdruck. Auf dem Arbeitsmarkt für Auszubildende macht Windbacher ebenfalls eine bedrohliche Entwicklung aus: „Wir bekommen immer mehr Bewerbungen — allerdings mit immer geringerer Qualität“. Diese Beobachtung gab bei der hagebau den Ausschlag für die Entwicklung von Qualitätsstandards für die Auszubildenden in den Anschlusshäuern, die Windbacher den interessierten Zuhörern vorstellte.

Marc-Oliver Windbacher, hagebau

Mit Hilfe eines umfangreichen Ausbildungsordners unterstützt die hagebau nun die Gesellschafter umfassend bei der Ausbildung — kontrolliert aber auch die Befolgung der Standards. Zahlreiche positive Rückmeldungen bekräftigen die Notwendigkeit solcher Standards, so Marc-Oliver Windbacher.

Ein „besonders heißes Thema“ beschäftigte die Teilnehmer schließlich zum Abschluss des Arbeitskreises. Maria Wirtz, Prokuristin bei der TMS Unternehmensberatung AG und versierte Expertin für das Thema „Unternehmensnachfolge“, zeigte auf, wie wichtig es für die Kooperationszentralen ist, ihre Anschlusshäuser bei der aktiven Gestaltung des Generationenwechsels zu unterstützen. So schilderte sie zunächst die Brisanz und Dringlichkeit des Themas: „Je nach Branche sind heute 20 bis 40 Prozent der Firmeninhaber mittelständischer Unternehmen über 60 Jahre alt.“ Dennoch gebe es in vielen Fällen kein Konzept für einen geordneten Generationenwechsel im Unternehmen, häufig herrsche die „Krankheit der Aufschieberitis“. Anhand unterschiedlicher Beispiele zeigte Maria Wirtz auf, wie wichtig eine frühzeitige Regelung der Nachfolge ist — und welche unterstützende Funktion die Verbundgruppenzentralen hier einnehmen sollten. Von der reinen Information und Sensibilisierung bis hin zu Hilfsangeboten bei der konkreten Übertragung und Umsetzung stellen sich hier wichtige Aufgaben.

Der nächste Arbeitskreis Weiterbildung findet am 8./9. November bei der hagebau Handelsgesellschaft für Baustoffe mbH Co. KG in Soltau statt.

Dr. Konstantin Kolloge, MITTELSTANDSVERBUND-Büro Berlin, 030- 59 00 99 661

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