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AK-Weiterbildung: Im Wettlauf um den qualifizierten Nachwuchs vorne mit dabei sein

Auf Einladung der Intersport eG diskutierte der ZGV-Arbeitskreis Weiterbildung am 7. und 8. Dezemberaktuelle Themen der Aus- und Weiterbildung in Kooperationen. Neben Verhaltensregeln für soziale Netzwerke stand dabei im Mittelpunkt: Wie machen sich Verbundgruppen durch strategische Nachwuchsarbeit fit für die Zukunft?

17.12.2010

Heilbronn, 7./8. Dezember 2010 - Auf Einladung der Intersport eG diskutierte der ZGV-Arbeitskreis Weiterbildung aktuelle Themen der Aus- und Weiterbildung in Kooperationen. Neben Verhaltensregeln für soziale Netzwerke stand dabei im Mittelpunkt: Wie machen sich Verbundgruppen durch strategische Nachwuchsarbeit fit für die Zukunft?

Ob Sport- oder Baustoff-Kooperation: Talentierter Nachwuchs wird rar

„Wir sind mitten in einem harten Wettlauf um die talentiertesten Köpfe!“ — Damit fasst Thomas Römer, Mitglied der Intersport-Geschäftsleitung, zusammen, was den Teilnehmern des AK Weiterbildung auf den Nägeln brennt: Es mangelt bereits heute, und in Zukunft immer mehr, an qualifizierten Nachwuchskräften für die Anschlusshäuser der Kooperationen. Ein wichtiges Element der Intersport-Strategie, um diesem Problem zu begegnen, ist die Intersport-Akademie, die Römer in seinem Eröffnungsvortrag vorstellte. 60 verschiedene Seminare werden hier für die Mitarbeiter in den Sporthäusern angeboten. Dabei stehen alle Zielgruppen im Fokus des umfassenden Schulungskonzeptes: „Vom Chef bis zum Azubi“.

Lutz Brinkmann

Lutz Brinkmann, Fachbereichsleiter Aus- und Weiterbildung bei der EUROBAUSTOFF Handelsgesellschaft mbh Co. KG, schilderte die diesbezügliche Lage im Baustoff-Fachhandel und stellte das umfassende Maßnahmen-Bündel vor, welches die EUROBAUSTOFF-Gruppe geschnürt hat. In der Branche wird der Fachkräftemangel durch verschiedene Faktoren verschärft. So wüssten viele Schulabsolventen nicht, dass das „Schmutz-und-Steine“-Image des Baustoff-Handels längst nicht (mehr) der Realität entspricht. Stattdessen ist eine Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik oder als Kaufmann/Kauffrau im Groß- und Außenhandel hier mit herausfordernden Tätigkeiten verbunden. Moderne EDV-Tools, ständig wachsende Artikelpaletten oder auch die häufigen gesetzlichen Neuerungen stellen hohe Anforderungen an die Auszubildenden, denen sich lange nicht alle Bewerber gewappnet sehen.

Adäquate Besetzung offener Stellen durch eigene Ausbildung!

Die EUROBAUSTOFF-Gruppe setzt daher darauf, die eigenen Anschlusshäuser durch ein vielfältiges Maßnahmenbündel zu motivieren und dabei zu unterstützen, selbst auszubilden. Konkret stellte Brinkmann elf Maßnahmen dar. Dabei geht es etwa darum, die Händler bei der Außendarstellung ihres Betriebes und ihrer Branche gegenüber potenziellen Bewerbern zu unterstützen. Hierfür stellt die Kooperationszentrale etwa eine veränderbare PowerPoint-Präsentation oder Ausbildungs-Flyer zur Verfügung. Diese Maßnahmen seien bereits sehr gut von den Händlern angenommen worden. Azubi-Wettbewerbe, Anzeigenmodule für Beilagenwerbung oder auch umfangreiche Weiterbildungsprogramme nach der Ausbildung stellen wichtige Teile des Bündels dar.

Verhaltensregeln im Web 2.0: Transparenz statt Beißreflex

„Das Web 2.0 ist nicht mehr nur Hype — es ist wirtschaftliche Realität!“ Mit diesem Statement eröffnete Claus Fesel, Leiter Zentrales Marketing der DATEV eG, seinen Vortrag zum weiteren Thema der sozialen Netzwerke und der Social-Media-Guidelines. Aufgrund der steigenden Bedeutung der neuen Online-Medien sei es für jedes Unternehmen wichtig, alle Möglichkeiten des eigenen Social-Media-Auftritts strategisch zu überprüfen. Aufgrund des neuen Nutzerverhaltens müssten die Unternehmen im Netz aber auch ein verändertes Kommunikationsverhalten an den Tag legen. So erforderten die neuen Medien für die Verbundgruppen eine offene, dialogorientierte Kommunikation mit Mitgliedern, Kunden und Geschäftspartnern. Verbote, Netzsperren und Klagen führen laut Fesel nicht zum Erfolg: „Transparenz statt Beißreflex!“.

Claus Fesel

Aufklärung leisten, ermutigen, Regeln nennen

Gleichzeitig stellen sich für Verbundgruppen durch die neuen technischen Möglichkeiten auch völlig neue Fragen, so etwa hinsichtlich eines kooperationskonformen Verhaltens der Verbundgruppenmitglieder und ihrer Mitarbeiter in den sozialen Netzwerken. Claus Fesel stellte vor, wie es der DATEV gelingt,die Mitarbeiter durch so genannte Social Guidelines weiterzubilden, aufzuklären und ihnen ein praktisches Handwerkszeug für den „Online-Dschungel“ an die Hand zu geben. Hier geht es insbesondere darum, zu klären, welche Inhalte im Namen des Unternehmens kommuniziert werden sollen und dürfen. Der Leitfaden "Social Media Guidelines" des Verbandes BITKOM, an dessen Erstellung Fesel wesentlich beteiligt war, unterstützt Unternehmen hier durch einfache und klare Hinweise. Er stehthierzum download bereit.

Das nächste Treffen des ZGV-Arbeitskreises Weiterbildung findet am 29. und 30. März bei der aetka-Gruppe in Hartmannsdorf (Nähe Chemnitz) statt.

Dr. Konstantin Kolloge, ZGV-Büro Berlin, 030 - 59 00 99 661

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