AK Öffentlichkeitsarbeit: Karteileiche Presseverteiler?
Er gehört zur Grundausstattung des Kommunikators: der Presseverteiler. Dennoch führen Veränderungen in der Journalismuslandschaft häufig dazu, dass er zu einer Karteileiche zu verkommen droht. Die Teilnehmer des AK Öffentlichkeitsarbeit haben gegengesteuert.
06.12.2013
Dreieich, 27.11.2013 — Jeder hat ihn, denn er gehört zur Grundausstattung eines Unternehmenssprechers: der Presseverteiler. Gleichzeitig ist er oft die Achillesverse der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit. Und immer ein Auslöser für schlechtes Gewissen: wann habe ich die Kontakte nochmal zum letzten Mal verifiziert?
Die Landschaft im Journalismus verändert sich in einer schwindelerregenden Geschwindigkeit. Ganze Redaktionen werden ausgewechselt. Das bedeutet, dass auch die Ansprechpartner der Unternehmenskommunikatoren häufig schneller wechseln, als das Wetter im April. Mit der Folge, dass der Presseverteiler in vielen Kooperationen immer mehr zur Karteileiche verkommt.Was ist zu tun? Dieser Frage gingen die 17 Teilnehmer des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit nach, der in seiner Herbstsitzung am 26./27. November in der Strothoff International School zu Gast war. Inspiriert von der Atmosphäre der noch relativ jungen Schule, die von MHK-Chef Hans Strothoff vor fünf Jahren in Dreieich gegründet wurde, wurde angeregt diskutiert, wie man die Karteileiche Presseverteiler wieder zum Leben erwecken kann, um die enormen Potentiale von guten Pressekontakten für die Pressearbeit von Kooperationen auch erfolgreich nutzen zu können.
Die Referentin Annett Oeding, Annett Oeding STRATEGIE KOMMUNIKATION, gab den Kommunikatoren aus den Verbundgruppen wertvolle Tipps zum Aufbau und zur kontinuierlichen
Pflege der wertvollen
Pressekontakte. "Ihre Kontakte sind Ihr Kapital für eine erfolgreiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit", stellte die Kommunikationsexpertin fest, die langjährige Erfahrungen in der Verbundgruppenkommunikation als Leiterin Unternehmenskommunikation bei der
NOWEDA gesammelt hat.
Auch über ihre Erfahrungen beim Einsatz einer PR-Software tauschten sich die Kommunikatoren aus. "Gerade bei solchen Themen ist es wertvoll zu erfahren, welche Erfahrungen andere Verbundgruppen bereits gemacht haben", stellte der Pressesprecher der BWGV, Thomas Hagenbucher, fest.
Damit war die Arbeit für den ersten Sitzungstag allerdings noch nicht getan. Das
"Verbundgruppenvokabular" stellt Unternehmenssprecher täglich vor die große Herausforderung, komplexe Informationen verständlich an die eigenen Öffentlichkeiten zu vermitteln. "Der genossenschaftliche Förderauftrag etwa ist nicht besonders sexy", bemerkte die Workshop-Leiterin Oeding. Wie vermittelt man also Verbundgruppenthemen erfolgreich an die Presse? Nach einer regen Diskussion wurden Formulierungen erarbeitet, die die Teilnehmer überzeugten.
Am zweiten Tag der Herbstsitzung gewährte der Gastgeber und MHK-Vorstand Dr. Daniel Schmid den Kooperationskommunikatoren einen interessanten Einblick in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der MHK Group. Die Themenvielfalt
der Gemeinschaft für den mittelständischen Küchen- und Möbelfachhandel beeindruckte die Teilnehmer. Auf besonderes Interesse stieß aber die Präsentation des Kommunikationschefs über die Chancen und Herausforderungen des Bildungsprojekts
"Strothoff International School" für Zentrale und Mitglieder.
Termin und Veranstaltungsort der Frühjahrssitzung 2014 des AK Öffentlichkeitsarbeit werden in Kürze bekannt gegeben.
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