AG Mittelstand kritisiert mangelnde Ausbildungsreife von Bewerbern
Quantität und Qualität des Fachkräftepotenzials sinkt weiter // durch mangelnde Ausbildungsreife vieler Ausbildungsplatzbewerber ergibt sich für KMU eine schwierige Situation
08.12.2009
Die Ausbildungsbetriebe des Mittelstands weisen bereits seit vielen Jahren auf die Gefahr hin, dass die Quantität und Qualität des Fachkräftepotenzials sinkt, wenn sich die Schulbildung nicht verbessert. Gleichzeitig steht die gesamte Gesellschaft vor einer gewaltigen Herausforderung, die durch den demografischen Wandel hervorgerufen wird. Durch die zurückgehenden Schulabgängerzahlen und die mangelnde Ausbildungsreife vieler Ausbildungsplatzbewerber ergibt sich für kleine und mittelständische Unternehmen im Wettbewerb um die besten Nachwuchskräfte eine schwierige Situation.
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist daher die Sicherstellung der Ausbildungsreife von Schulabgängern ein zentraler Schlüssel zur Deckung des künftigen Fachkräftebedarfs. Bund und Länder haben dieses Problem erkannt. Denn in der „Qualifizierungsinitiative für Deutschland“ haben sie zugesichert, bis zum Jahr 2015 die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss zu halbieren sowie Maßnahmen zu ergreifen, um „…Lerndefizite frühzeitiger zu erkennen und zu beheben und damit die Ausbildungsreife zu verbessern“. Erfolg versprechende, flächendeckende Lösungsschritte lassen allerdings auf sich warten.
Diesen Problemdruck haben die neun in der AG Mittelstand kooperierenden Verbände, unter ihnen der ZGV, zum Anlass genommen, einen dringenden bildungspolitischen Handlungsbedarf erneut zu formulieren.
Das Positionspapier, welches auch an die Bildungspolitiker der Bundestagsparteien verschickt wurde,finden Sie hier gt;gt;gt; zum Download. Am 4.12.2009 berichtete das Handelsblatt in seiner Ausgabe über die Forderungen der Verbände: „Fachkräfte verzweifelt gesucht“.