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Änderungen demographischer Strukturen in Deutschland und Anpassungsstrategien des Einzelhandels

Neue BBE-Studie erschienen

18.08.2006

Langsam aber stetig verändert sich die Bevölkerungsstruktur in Deutschland und damit das Kundenpotenzial für den Einzelhandel. „Demographischer Wandel“ heißt die Überschrift zu dieser Entwicklung, die in Expertenkreisen vielfach diskutiert, im Einzelhandel bei Verbänden und Kommunen aber in ihren Auswirkungen häufig vernachlässigt, wenn nicht sogar ignoriert wird.

Die für den Handel relevanten Trends des demographischen Wandels sind
  • ein langfristiges Absinken der Bevölkerung in Deutschland;
  • eine zunehmende Überalterung der Gesellschaft als Folge sinkender Geburtenraten und
  • eine Bevölkerungsverschiebung, die in vielen Gebieten zu einem massiven Einwohnerschwund führt und weiterhin führen wird.

Änderungen im Verbraucherverhalten und in der Verwendung privater Einkommen werden dazu führen, dass der Einzelhandelsumsatz im kommenden Jahrzehnt weitgehend stagniert, die Effekte des demographischen Wandels können also kaum durch steigende Verbrauchsausgaben aufgefangen werden. Langfristig angelegte Anpassungsstrategien sind erforderlich, um die Existenzen, insbesondere mittelständischer Handelsunternehmen einerseits und die Nahversorgung der Bevölkerung in Abwanderungsgebieten andererseits, zu sichern.

Die Studie gibt zunächst einen dezidierten Einblick in die Auswirkungen des demographischen Wandels hinsichtlich Bevölkerungsentwicklung — auch nach Regionen — Altersstruktur und zu erwartender Kaufkraftverschiebung. Insbesondere wird hierbei auf die zunehmende Bedeutung der „Generation 50 plus“ für den Einzelhandel eingegangen. Aus der Analyse der Einkaufsmotive und -präferenzen werden als praktische Hilfestellung für den Handel Hinweise und Maßnahmen abgeleitet, wie das Handelsmarketing seniorengerecht ausgerichtet werden kann. Hierbei ist vor allem auf eine integrative Gestaltung zu achten, denn lange leben wollen alle, aber alt werden keiner.

Der Abschmelzungsprozess kleiner Einzelhandelsgeschäfte wird sich aus unterschiedlichsten Gründen fortsetzen, insbesondere in Gebieten mit sinkenden Einwohnerzahlen. Hiervon sind nicht nur ländliche Räume betroffen, sondern durchaus auch Großstädte, zumindest in einzelnen Stadtteilen.

Hier kommt es im zunehmenden Maße zu Defiziten in der Nah- und Grundversorgung einer älter werdenden Bevölkerung mit negativen Auswirkungen auf die Attraktivität von Gemeinden. Anpassungsstrategien an den demographischen Wandel beinhalten daher nicht nur einzelbetriebliche Marketingmaßnahmen, sondern auch Anforderungen an die öffentlichen Verwaltungen. Die Studie gibt daher einen aktuellen Überblick über Möglichkeiten, Grenzen und Modelle, die örtliche Grundversorgung zu sichern. Die Möglichkeiten reichen vom kommunal gestützten Dorfladen bis zum rollenden Supermarkt.

Die Studie „Änderungen demographischer Strukturen in Deutschland und Anpassungsstrategien des Einzelhandels“ wurde in der Erstellung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert. Sie umfasst 264 Seiten mit 138 Tabellen und Abbildungen. Sie ist zum Preis von € 59,00 zzgl. MwSt. als PDF-Datei bzw. € 99,00 zzgl. MwSt. und Versandkosten als CD-ROM und Printversion im Paket erhältlich.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Online-Bestellung finden Sie »hier.

Ausführliche Angebotsunterlagen können unverbindlich angefordert werden bei der BBE Unternehmensberatung GmbH, Köln, Postfach 250425, 50520 Köln, Tel.: 0221/93655-333, Fax: 0221/93655-202 oder E-Mail: grell@bbeberatung.com.

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