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3,9 Prozent weniger Privatinsolvenzen

Nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Bürgel hat sich die Situation bei den Privatinsolvenzen im 1. Halbjahr 2013 weiter verbessert. In den ersten sechs Monaten meldeten 63.006 Bundesbürger Privatinsolvenz an. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Rückgang von 3,9 Prozent.

13.09.2013

Hamburg, 10.09.2013 — Nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Bürgel hat sich die Situation bei den Privatinsolvenzen in Deutschland im 1. Halbjahr 2013 weiter verbessert. In den ersten sechs Monaten des Jahres meldeten 63.006 Bundesbürger Privatinsolvenz an. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Rückgang von 3,9 Prozent (1. Halbjahr 2012: 65.581 Privatinsolvenzen). Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle "Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2013" der Wirtschaftsauskunftei.

  • Im Durchschnitt liegen die Schulden bei 28.000 Euro
Die Betroffenen müssen nicht zwingend hoch verschuldet sein, um in die Insolvenz zu rutschen. Im Bundesdurchschnitt haben zahlungsunfähige Privatpersonen Schulden in Höhe von circa 28.000 Euro. Bei jungen Bundesbürgern unter 25 Jahren liegt der Schuldendurchschnitt bei unter 10.000 Euro.

Privatpersonen haben vor allem Schulden bei Kreditinstituten, Versandhändlern, Versicherungen, Behörden, Vermietern, Energieversorgern und Telefongesellschaften.
  • Nord-Süd-Gefälle bei den Privatinsolvenzen

Im Untersuchungszeitraum des ersten Halbjahres wurden - bei Betrachtung der absoluten Zahlen - die meisten Privatpersonen im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen zahlungsunfähig: 15.108 Fälle. Hohe Werte bei den Privatpleiten melden auch Niedersachsen (7.987) und Bayern (7.201).

Die relativen Zahlen - Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner in den Bundesländern - zeigen ein differenziertes Bild: Demnach meldet Bremen im Untersuchungszeitraum mit 129 Fällen je 100.000 Einwohner die meisten Privatpleiten. Es folgen Hamburg (108 Fälle je 100.000 Einwohner), Schleswig-Holstein (103) und Niedersachsen (101). Im Süden hingegen fallen die Zahlen moderat aus: in Bayern mit 58 Fällen je 100.000 Einwohner. Nicht viel schlechter schlägt sich Baden-Württemberg (59), gefolgt von Thüringen (66) und Hessen (68).

Grafik: Bürgel Wirtschaftsinformationen

Die komplette Studiefinden Sie unter www.buergel.de zum Download.

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